Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
verbôse swv.
1. mache schlecht, verletze. die newolten die himelrôsen mit namen niht verbôsen; si hieʒen si Marîen Maria 47. ich gesach nie jungeʒ wîp sô lôse, diu ir werkes immer iht verbôse die eine so gute arbeiterin wäre Nith. 17,5. in dûht daʒ si verbôsten ir triwe nicht die schuldige treue leisteten W. Wh. 285,4. die valschen und die lôsen die diu reht verbôsen Helmbr. 970. der touf mac sich wol unser schamen daʒ wir mit wol getouften namen touf und crismen sô dicke an uns verbôsen MS. 2,151. b. — verbœset ist diu niwe jugent Heinr. tod. gehüg. 391 (hierher od. zu 2 ?). von aller nôt diu mich pflît verbôsen Pass. 305,10. si wurden niht verbôset das. 271,4. des ist er niht verbœset das schadet ihm nicht fragm. XXXI. c. einen verkrenken und verbœsen g. sm. 1225. di sünde verbôsit di natûre des menschen myst. 1,113,8. — daʒ er sie wolde lôsin oder sich alsô virbôsin daʒ ers nimmir mêre widir an sîne êre quême noch an sîne macht Ath. A*, 70. ir jungeʒ leben hæte mit nihte sich verbœset Engelh. 477.
2. werde schlecht. deprivor (d. i. depravor) ich verbôse sumerl. 6,29. vgl. Schmeller 1,210.