Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vaterstadt f.
vaterstadt , f. 1 1) stadt, worin der vater lebte und ich selbst geboren bin; oft nur die stadt, in der ich die frühe kindheit verlebte, während der wohnort des vaters unbeachtet bleibt. das wort fehlt in den älteren wörterbüchern und wird erst bei Adelung (1780) und Campe aufgeführt; im westlichen Mitteldeutschland gebrauchte man bis zur zweiten hälfte des vorigen jahrh. stets vaterland für vaterstadt, vgl. die bemerkung bei Kriegk brüder Senkenberg 80 , daselbst heiszt es von der stadt Frankfurt (1752): die alten sind kinder, die jungen sind rinder .. die syndici sind ohn verstand: so wird r…