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Vaselīn

Lex. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Vaselīn

Bd. 19, Sp. 1014
Vaselīn (Mineralfett, Ozokerin, Kosmolin, Adeps petrolei), fettähnliche Substanz von der Konsistenz des Schweineschmalzes, wird aus amerikanischen Petroleumrückständen, aus Paraffinöl und Ozokerit dargestellt. Die Materialien werden mit konzentrierter Schwefelsäure, chromsaurem Kali und Tierkohle oder auch nur mit letzterer behandelt, und nachdem sie farblos geworden, läßt man überhitzten Wasserdampf direkt einströmen und steigert die Temperatur bis 250°. Nach einigen Stunden filtriert man das V. (etwa 25–30 Proz. des Rohstoffs) durch Papier. Gutes V. ist farb-, geruch- und geschmacklos, schmilzt zu einer klaren, farblosen Flüssigkeit und erstarrt wieder zu einer homogenen, nicht kristallinischen Masse. Es löst sich in heißem Alkohol und Äther, verhält sich gegen kochende Kalilauge vollkommen indifferent und wird von Schwefelsäure vom spez. Gew. 1,6 und Salpetersäure vom spez. Gew. 1,185 beim Kochen nicht verändert. Es verbrennt ohne Rückstand. Wegen seiner großen Beständigkeit an der Luft und weil es nie ranzig wird, benutzt man V., das zuerst 1876 auf der Industrieausstellung in Philadelphia erschien, namentlich als Körper für Salben, auch als kosmetisches Mittel, zu Einspritzungen unter die Haut, bei Tieren als Hufsalbe, bei Druckschäden, gegen Räude und Klauenseuche, zum Schmieren seiner Maschinenteile, als Schutzmittel gegen Rost und als Lederschmiere. Wegen seiner vollkommenen Geruchlosigkeit dient es zu den feinsten Pomaden, Cold-Creams etc. V. ist ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen, das amerikanische V. ist z. B. im wesentlichen eine Lösung von pennsylvanischem Petroleumparaffin in geruchlos gemachtem Heptan. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten beziehen sich auf die Konsistenz, den Schmelzpunkt, das Verhalten zu Alkohol. Gelbes V. dürfte für Salben dem weißen vorzuziehen sein. Künstliches V. ist eine Mischung von Ceresin mit Mineralölen. Vaselinöl ist ein gelbes oder farbloses Gemisch schwerer flüssiger Kohlenwasserstoffe und wird wie V. als Schmier- und Haaröl benutzt.
2044 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Vaselīn

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Vaselīn ( Mineralfett, Ozokerin, Kosmolin , Adeps petrolei ), fettähnliche Substanz von der Konsistenz des Schweineschma…

  2. modern
    Dialekt
    Vaselinn. f.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Vaselin n. , Vaseline f. : ' Einschmiermittel für rissige und trockene Haut ', Vaselin (ˈfasəlīn) [verbr.]. Südhess. II …

  3. Spezial
    Vaselin

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Va|se|lin n. (-s) ‹farm› vaselina (-nes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vaselin

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von vaselin 2 Analysen

vasel + -in

vaselin leitet sich vom Lemma vasel ab mit Suffix -in.

Alternativen: va+-sel+-in

Zerlegung von vaselin 2 Komponenten

vase+lin

vaselin setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vaselin‑ als Erstglied (2 von 2)

Ableitungen von vaselin (1 von 1)

Vaseline

Pfeifer_etym

Vaseline f. aus Erdöl gewonnene salbenartige Masse, ‘Mineralfett’ (Ende 19. Jh.), so benannt von seinem Entdecker R. A. Chesebrough (1872) i…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „vaselin". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vaselin/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „vaselin". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vaselin/meyers. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „vaselin". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vaselin/meyers.
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