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Valerĭus

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Valerĭus

Bd. 19, Sp. 997
Valerĭus, Name eines berühmten patrizischen Geschlechts in Rom, von sabinischer Abstammung, dessen Ahnherr Volesus zwischen Romulus und Tatius Frieden gestiftet haben soll. Die wichtigsten Glieder dieses Geschlechts sind: 1) Publius V. Poplicola, bekleidete, nachdem er den Sturz der Tarquinier mit herbeigeführt, 509–506 und 504 v. Chr. das Konsulat und führte in dieser Stellung glückliche Kriege gegen die Vejenter, gegen Porsena, die Etrusker und Sabiner. Den Beinamen Poplicola (»Volksfreund«) verdankt er den volksfreundlichen Gesetzen (leges Valeriae), die er 509 zur Begründung der neuen Freiheit beantragte, namentlich der Einführung des Rechts der Berufung von der Entscheidung der Behörden an die Volksversammlung. Er starb 503 und wurde auf öffentliche Kosten bestattet. – 2) Sein Bruder Marcus V. Volesus kämpfte 505 als Konsul glücklich gegen die Sabiner. – 3) Lucius V. Poplicola Potitus, Enkel des Poplicola, vermittelte nachdem Sturze der Dezemvirnherrschaft zwischen dem Senat und der ausgewanderten Plebs und erließ, deshalb zum Konsul gewählt, zusammen mit M. Horatius Barbatus 449 die leges Valeriae Horatiae, welche die vor den Dezemvirn bestehenden Rechte des Volkes wiederherstellten und erweiterten. – 4) M. V., Corvus (»Rabe«) genannt, weil er als Kriegstribun einen gallischen Riesen mit Hilfe eines Raben besiegt hatte, einer der größten römischen Kriegshelden. Er war sechsmal Konsul und zweimal Diktator und bekleidete 21mal kurulische Ämter. Unter seinen zahlreichen Siegen sind die am Berge Gaurus und bei Suessula über die Samniter (343) die berühmtesten. – 5) Quintus V. Falto, führte 241 in der Schlacht bei den Ägatischen Inseln statt des erkrankten Konsuls Q. Lutatius Catulus den Oberbefehl und feierte einen Triumphus navalis. – 6) M. V. Lävinus, Prätor 215, führte mehrere Jahre nacheinander glücklich den Krieg gegen Philipp von Mazedonien und beendete als Konsul 210 die Eroberung Siziliens. Er starb 200. – 7) L. V. Flaccus, unterstützte als Prätor 63 Cicero, indem er die die Allobroger begleitenden Catilinarier auf der milvischen Brücke überfiel und gefangen nahm. 62 verwaltete er als Proprätor Asien und wurde nach seiner Rückkehr wegen Erpressungen angeklagt; doch gelang es Cicero, durch eine noch vorhandene Rede seine Freisprechung zu bewirken (59). – 8) Gajus V. Triarius, Freund des Cicero und von ihm zum Teilnehmer an seinem Gespräch »De finibus« gemacht, befehligte im Bürgerkrieg 49 die asiatischen Schiffe des Pompejus und fand in der Schlacht bei Pharsalos wahrscheinlich seinen Tod. – Das Geschlecht der Valerier dauerte bis spät in die Kaiserzeit hinein. S. Messalla Corvinus. Vgl. Münzer, De gente Valeria (Berl. 1891).
2697 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Valerius

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Valerius , röm. patriz. Geschlecht, das sich im Gegensatze zu den Claudius durch Popularität auszeichnete; zu denselben …

  2. Spezial
    Valerius

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Va|le|rius nom. propr. m. Valire.

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Zerlegung von valerius 2 Komponenten

val+er+ius

valerius setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

valerius‑ als Erstglied (5 von 5)

Valerĭus Antĭas

Meyers

valerius·antias

Valerĭus Antĭas , röm. Historiker, stellte um 50 v. Chr. die Geschichte Roms von der Gründung an in mindestens 75 Büchern mit großen Übertre…

Valerĭus Cato

Meyers

valerius·cato

Valerĭus Cato , lat. Dichter im 1. Jahrh. v. Chr., aus Gallia cisalpina , verlor in den Sullanischen Wirren sein Erbgut und lebte in Rom als…

Valerĭus Flaccus Setīnus Balbus

Meyers

Valerĭus Flaccus Setīnus Balbus , Gajus , röm. Dichter, um 90 n. Chr. gestorben, verfaßte ein Vespasian gewidmetes, unvollendetes Gedicht üb…