Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
urschön adj.;
urschön , adj.; von Campe als neubildung verzeichnet. u., urschöne, urschönheit sind im zusammenhange mit der metaphysischen ästhetik, die an Platon und Plotin anknüpft, in eigner prägung ausgebildet und bezeichnen (ur- C 4 c) ein überräumliches, überzeitliches, überindividuelles schöne, das ähnlich wie die gottheit erlebt werden kann. am wenigsten entwickelt ist das adj.: wer kann ... das schöne angesicht des urschönen allgeistes werden? Jean Paul 49/51, 453 H. auch wenn zunächst nur ur- C 4 a zu grunde liegt, ist doch etwas von den vorstellungen der metaphysischen ästhetik eingeflossen, z. b…