Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
urfrage
urfrage , f. mhd. urvrâge zu ervrâgen. a) wie mhd. urvrâge syn. mit umbevrâge ( vgl. frage 5) anfrage des gerichtsvorsitzenden an den gesamten umstand, zu erfragen = umfragen. ur- A 1. Staub-Tobler 1, 1289 : nach des richters urfrag weisth. 4, 366. mit der älteren rechtsspr. erloschen. b) frage 2 mit ur- C 4 c, syn. fundamental-, grund-, haupt-, kernfrage: wir leben innerhalb der abgeleiteten erfahrungen und wissen keineswegs, wie wir zur u. kommen sollen Göthe II 11, 110 W.; er ... führt die debatte auf jene u. zurück Gentz 2, 36 Schl.; A. hat die kritik des buchs ( auch einer ) auf diese let…