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Urān

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Urān

Bd. 19, Sp. 953
Urān U, Metall, findet sich, mit Sauerstoff verbunden, als Uranpecherz (Oxyduloxyd), Uranocker (Hydroxyd), ferner in einigen seltenen Mineralien, wie Liebigit (kohlensaures U., mit kohlensaurem Kalk), Johannit (schwefelsaures U.), Uranglimmer (phorphorsaures U. mit phosphorsaurem Kalk oder phosphorsaurem Kupfer), Bröggerit, Cleveit, Nivenit, Uranit etc. Aus Uranchlorür durch Natrium oder aus Uranoxyd mit Aluminium abgeschieden, ist U. eisenfarben, sehr hart, hämmerbar, spez. Gew. 18,4, Atomgewicht 238,5, schmilzt bei Weißglut, läuft an der Luft gelblich an, hält sich sonst aber unverändert, verbrennt beim Erhitzen an der Luft zu Uranoxyduloxyd und gibt mit verdünnter Schwefelsäure und Salzsäure grüne Lösungen. Uranoxydul UO2 ist eisengrau, kristallinisch, bildet beim Erhitzen an der Luft Uranoxyd U3O8 und beim Lösen in Säuren hellgrüne unbeständige Uranosalze. Diese entstehen auch durch Reduktion der Uranylsalze und oxydieren sich schnell an der Luft. Aus ihren Lösungen fällen Alkalien Uranhydroxydul U(OH)4, Schwefelammonium schwarzes Schwefeluran. Uranoxyd UO3 entsteht beim Erhitzen des Nitrats als gelbes Pulver, bildet beim Erhitzen Uranoxyduloxyd U3O8, das sich im Pecherz findet, und mit Salpetersäure gelbe amorphe Urausäure UO2(OH)2. Uranhydroxyd verbindet sich mit starken Säuren und mit starken Basen. Erstere Verbindungen enthalten das zweiwertige Radikal Uranyl UO2. Kali- und Natronlauge fällen aus ihnen gelbe Uranate, die sich von einem Anhydrohydroxyd @24@float ableiten. Salpetersaures Uranyl UO2(NO3)2+6H2O bildet große Kristalle, ist sehr leicht löslich in Wasser, Alkohol und Äther, verwittert etwas, wird durch Licht zersetzt, hinterläßt beim Erhitzen Oxyd, dann Oxyduloxyd, wird in der Maßanalyse, in der Photographie und in der Porzellanmalerei zur Erzeugung von Porzellanlüster benutzt. Schwefelsaures Uranyl UO2SO4+3H2O bildet zitronengelbe Nadeln. Natriumuranat (Uranoxydnatron) Na2U2O7 wird als Urangelb in der Porzellan- und Emailmalerei und zur Erzeugung eines gelblichgrünen, etwas trüben, durch Fluoreszenz grünlich schillernden Glases (Uran-, Anna-, Kanarienglas) benutzt, das zum Verglasen photographischer Arbeitsräume dient, da es die leuchtenden, nicht aber die chemisch wirksamen Lichtstrahlen durchläßt. Gelbes Uranoxydammoniak (NH4)2U2O7 kommt als Uranoxydhydrat in den Handel und dient zur Darstellung andrer Uranpräparate, zu gelben Glasflüssen für Glasuren, Glasmalerei und Email und zu schwarzen Porzellanfarben unter der Glasur, da es sich im Scharffeuer der Porzellanöfen in ein äußerst feuerbeständiges schwarzes Uranoxyd verwandelt. Lösliche Uranverbindungen sind giftig und erzeugen schon in kleinen Dosen die Erscheinungen der Zuckerkrankheit. U. wurde 1789 von Klaproth entdeckt, und Péligot stellte 1841 das Metall selbst dar. In den 1830er Jahren kam Uranpecherz als Material zur Darstellung von Uranpräparaten in den Handel, und gegenwärtig wird das Erz in Joachimsthal verarbeitet. Weiteres über seine Verwendung s. Becquerelstrahlen und Radioaktivität.
3075 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Urann.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Uran n. radioaktives, weiches, silberglänzendes Schwermetall, das als Kernbrennstoff verwendet wird. Der deutsche Chemik…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Uran

    Goethe-Wörterbuch

    Uran [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Uran

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Uran ein Metall, theils in Form eines schwarzen Pulvers, theils in silberglänzenden Blättern u. Fäden zusammengeschweißt…

  4. Spezial
    uran

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    uran [u·rān] m. ‹chim› Uran n.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit uran

57 Bildungen · 55 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von uran

ur- + an

uran leitet sich vom Lemma an ab mit Präfix ur-.

uran‑ als Erstglied (30 von 55)

uranbeginn

DWB

uran·beginn

uranbeginn , m. , anbeginn mit ur- C 4 c: achtend mit geschärftem sinn jeglicher gestaltung, lauscht ich dem uranbeginn freierer entfaltung …

urandenken

DWB

uran·denken

urandenken , n. , ursprüngliche erinnerung: die eroberungen Alexanders hatten die denkarten aller nationen vermischt, deren nationale urande…

uranfänger

DWB

uran·faenger

uranfänger , m.; das irrige geplauder der Griechen, die da alles und jedes ihnen allein als den uhranfängern zuschreiben Schottel haubtspr. …

uranfänglich

DWB

uranfang·lich

uranfänglich , adj. adv. , anfänglich durch ur- C 4 c gesteigert. seit anfang des 18. jhs. bezeugt, aber erst in der letzten hälfte des 18. …

uranfang

DWB

uran·fang

uranfang , m. , anfang durch ur- C 4 c verstärkt. vereinzelt steht ein beleg 1580 uranfänge ( origines ) von Dreyfelder, uranfänger gebrauch…

Uranfangs

Campe

Uranfangs , adj . u. adv . im Uranfange, in der frühesten Zeit. — was war dein weites Reich Uranfangs ? — — Herder.

urangesessen

DWB

uran·gesessen

urangesessen , -angestammt Brehm thierl. (1890 ff. ) 3, 728; Treitschke hist. u. polit. aufs. 2 5 , 140 . —

uranheben

DWB

uran·heben

uranheben , n. : dieweil dann die stad F. ihr u. gehabt Dreyfelder hist. d. h. Est (1580) 82 a . —

uranheber

DWB

uran·heber

uranheber , m.; der u. der deutschen tichterkunst H. Aszmann v. Abschatz im vorw. zu Lohensteins Arm. d 1 . —

Urania

GWB

Urania [bisher nicht publizierter Wortartikel]

uraniche

DWB

uraniche , m. f. , proavus, proavia; vgl. aniche, anche. mhd. uraniche; Crecelius 853 . provaia ein urenniche Niger Abbas 3970 . —

Uranie

GWB

Uranie [bisher nicht publizierter Wortartikel]

Uranĭenburg

Meyers

Uranĭenburg , verfallenes Schloß, s. Hven .

Uranier

GWB

uran·ier

Uranier [bisher nicht publizierter Wortartikel]

Uranīn

Meyers

Uranīn , Fluoreszeïnnatrium, gelber, nicht sehr echter Farbstoff für Wolle und Seide, zeigt noch in Lösung von 1 / 2000 Millionstel sichtbar…

Uranione

GWB

Uranione [bisher nicht publizierter Wortartikel]

Uranismus

Meyers

Uranismus , s. Urningsliebe .

Uranit

GWB

Uranit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

Uranius

GWB

uran·ius

Uranius [bisher nicht publizierter Wortartikel]

urankunft

DWB

uran·kunft

urankunft , f. , prima origine Kramer (1702) 2, 1220 a ; Rädlein (1711) 1020 b ; von Kramer-Moerbeek (1768) 376 a nicht mehr verstanden: die…

uranlage

DWB

uran·lage

uranlage , f. , ursprüngliche anlage (ur- C 4 c). seit Campe verzeichnet. vgl. natur-, grundanlage : züge dieses bildes, die ... noch die u.…

uran als Zweitglied (1 von 1)

stauran

KöblerAhd

*stauran , V. nhd. stören ne. disturb Hw.: s. ahd. stōren Q.: com./borm./mailänd./bergam./bresc. storà, lästig fallen, entmutigen, trient. s…

Ableitungen von uran (1 von 1)

urane

Lexer

ur-ane , ur-ene swm. proavus Dfg. 460 b , n. gl. 303 b . uran Ulr. Wh. 253 a . mînes enen uren Loh. 2289. Mb. 4,387. urene Usch. 424. Rotw. …