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untermensch

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

untermensch m.

Bd. 24, Sp. 1686
untermensch, m. , erst am ende des 18. jahrh. entstanden; meist im gs. zum hoch- und übermenschen; vgl.unmensch. das etwas ältere adj. untermenschlich hat die bildung des subst. erleichtert. 11) auf einer tieferen stufe als der mensch stehendes wesen, weniger als mensch; vgl. unmensch 2: obgleich leute aus der groszen und gröszten welt wie der u., der urangutang, im 25. jahre ausgelebt und ausgestorben haben, ... so hatte doch J. sein leben nicht so weit zurückdatirt Jean Paul 7/10, 119 H.; denn alle planeten können bei ihrer erdähnlichkeit nur menschenähnliche geister, manche vielleicht, wie Jupiter und Saturn mit ihren ewigen stürmen und wolkentreibjagden, nur untermenschen tragen 59/60, 97 H.; die erfindung von göttern, heroen und übermenschen aller art, sowie von neben- und untermenschen, von zwergen, feen, centauren Nietzsche 5, 175. 22) allgemein sittlich, zuerst wohl bei Jean Paul im gs. zu hochmensch (s. d.): zumal jetzo wären ein paar hochmenschen, gegen welche wir nur untermenschen und affen wären (vgl. 1), eine erlösung durch ein messianisches paar Jean Paul 44, 62 H.; man hat in diesem augenblicke nicht die idee, dasz man in die lage herabkommen könne, und sieht sofern diesen erbärmlich elenden als einen untermenschen, einen untergleichen an W. Kern pädagog. ideale (1807) 63; vielleicht nicht ohne bezug auf Nietzsches übermenschen: Lothrop Stoddard der kulturumsturz, die drohung des untermenschen, übers. v. Heise 1925. 33) im gs. zu übermensch e (Nietzsche): was recht! was unrecht! schwelgend im gröszenwahn auf höhn des geistes ruft es der übermensch — was recht! was unrecht! drohnden blickes grunzt es im schlamme der untermensch nach F. v. Saar (1908) 2, 189; arme wollüstlinge! arme gröszenwahnsinnige! sie wollen sein wie die klaren götter und werden zu dumpfen untermenschen Bierbaum prinz Kuckuck 3, 485; könnt es dem übermenschen verlohnen, über untermenschen zu thronen? L. Fulda neue ged. (1900) 238; zs. f. d. wortf. 1, 22.
1989 Zeichen · 39 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    untermenschm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    untermensch , m. , erst am ende des 18. jahrh. entstanden; meist im gs. zum hoch- und übermenschen; vgl. unmensch . das …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit untermensch

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Zerlegung von untermensch 2 Komponenten

unter+mensch

untermensch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

untermensch‑ als Erstglied (1 von 1)

untermenschlich

DWB

untermensch·lich

untermenschlich , adj. , gs. zu übermenschlich. vgl. untermensch . 1 1) untermenschliche grösze, geringer als sie beim menschen gewöhnlich i…