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unsäuberlich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unsäuberlich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1310
unsäuberlich, adj. adv. , gth. v. säuberlich. ahd. unsûbarlîh; mhd. unsûberlîche, adv.; mnl. onsuverlijc, -like. ohne umlaut J. Brenz prediger Salomo (1528) 86b; Fischart ehzuchtb. 286, 17 H.; Simpl. 41 Kögel; Buchholtz Herkuliskus 9; Hulsius (1618) 2, 230b; Steinbach 2, 363; veraltet. unsyberlich privatbriefe 1, 184 St. ungseuberlich Fischart nachtrab 1028 K. 11) unsauber 1 entsprechend; impurus, sordidus Stieler; Staub - Tobler 7, 93, 1: ein unsäuberlicher gebrauch, in den busen zu speien Wieland Lucian 5, 176; scheiben, u. von einem schwalbennest Gutzkow 1, 261; unsäuberliche dienste G. Freytag 10, 167. 22) unordentlich (heszlich, unkünstlich, unzierlich Hulsius 2, 218a; 195b): die unsäuberlichsten hausfrauen Gotthelf 1, 4; die stalldirn ... war ... etwas u. in ihrem aussehen Rosegger I 5, 81. wenig schriftsprachlich. 33) vielleicht säuberlich 2 a entsprechend: Fischart nachtrab 1028 K. 44) gth. v. sauber 2. a) unsauber 2 b α entsprechend: wenn die bischöfe ... einander unsäuberliches vorwarfen, meineid, unzucht u. s. w. G. Freytag 17, 251. wenig üblich. b) wie unsauber 2 b γ: wo ... gar u. geschaltet und gewaltet wird Hippel 11, 126. ungewöhnlich. c) wie unsauber 2 b δ: ein unsäuberliches (etwas unsauberes) wortspiel Wieland 34 (1853), 261. d) gth. v. sauber 2 b; unsauber 2 b ε entsprechend; immodestus, durus, severus, saevus Stieler; Staub-Tobler a. a. o. 2. adv.: dem ritter ..., wölcher in so u. empfieng, das man in halbtodt hynder seinem pferdt auflösen muoszt Wickram 1, 36, 31; u. (unfreundlich) aufnehmen Seiler Basel 300; Staub - Tobler a. a. o.; anklopfen Pauli schimpf u. ernst 375, zerwürgen Amadis I 15 K., den schleyer rücken Garg. 109 ndr.; ich war mit des kerls nase so u. an das fuszbrett gefahren, dasz sie ihm blutet Grimmelshausen 2, 460, 3 Keller; fast nur noch in folg. verbindungen üblich: man findet, dasz der verfasser zwar etwas u. mit dem knäblein Absalom verfahren beiträge zu Bahrdts lebensbeschreibung (1791) 5 (2. Sam. 18, 5; th. 8, 1856); weil er einmal mit W. u. verfahren war Göthe 27, 161 W.; Heinse 10, 176; u. mit jem. umspringen Kortum Jobsiade 2, 75; umgehen Hegel 191, 37; die Preuszen ... hatten ... sich etwas sehr u. benommen Laukhard leben 3, 226; im grunde hatten sich beide höfe bei der gemeinsamen miszhandlung ihres spanischen schützlings gleich würdelos betragen, Frankreich allerdings noch etwas unsäuberlicher als England Treitschke d. gesch. 5, 707; 4, 208. selten adj.: unsäuberlichen kusz Hohberg Ottobert a a 4b. subst.: ein unsüberlig unsauberer mensch in sittlicher hinsicht Staub - Tobler a. a. o. e) vielleicht gth. v. säuberlich 2 d: ein unsauberlich ende J. Brenz prediger Salomo 86b. dazu unsäuberlichkeit, gth. der säuberlichkeit: turpitudo, squalor, torvitas, vehementia, acrimonia, immodestia Stieler; Höfler 545a (wie unsauber 2 a α); kinder, selbst wenn sie erwachsen sind, bleiben ... in der gewohnten u. Zschokke 10, 274 (gth. säuberlichkeit 1). wenig üblich.
3008 Zeichen · 107 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    unsäuberlichadj. adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    unsäuberlich , adj. adv. , gth. v. säuberlich. ahd. unsûbarlîh; mhd. unsûberlîche, adv.; mnl. onsuverlijc, -like. ohne u…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unsäuberlich

    Goethe-Wörterbuch

    unsäuberlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unsaeuberlich

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Ableitung von unsaeuberlich 3 Analysen

un- + saeuberlich

unsaeuberlich leitet sich vom Lemma saeuberlich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+saeubern+-er+-lich unsaeubern+-er+-lich

Keine Komposita gefunden — unsaeuberlich kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.