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unrechtlich

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unrechtlich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1248
unrechtlich, adj. adv. , gth. v. rechtlich. ahd. unrehtlîch; mhd. unrehtlîche, adv.; mnd. unrechteliken, adv.; mnl. onrechtelijc, -like, nl. onrechtelijk, adv.;n. urettelig, -ligen. vgl. widerrechtlich. 11) gth. v. rechtlich 1: gehe nicht schmutzig, nicht zerlumpt, nicht u. Knigge umgang 1, 133; Mildenburg 1, 32. 22) dem sittlichen rechte nicht gemäsz (rechtlich 2), oft an 4 rührend: wann sie glaubet, das im u. geschech Franziscuslegende (1512) q 7b; u. geschlagen werden Dürer nachl. 86, 3, handeln H. Sachs 14, 253 G., Holtei erz. schr. 6, 41, verfahren, denken u. s. w.; unrechtlicherweise Hölderlin 2, 187. unrechtlichs underston Murner adel 38 ndr.; das unchristlich, u., tyrannisch gemüdt H. v. Cronberg 132 ndr.; die welt ist geworden u., heszlich, scheuszlich Waldis Esop. 2, 297 K.; aus unrechtlicher absicht Schlegel Europa 2, 180; die unrechtliche und prahlerische groszmuth der Franzosen E. M. Arndt 1, 441; die unbillige und unrechtliche lüge Herbart 8, 65; dinge G. Keller 4, 272; so lange ist mein wille u. Fichte 3, 144; insoweit ... als diese rache durch keine sitte geboten, im gegentheil u. war W. Grimm heldensage 8; das unrechtliche in der ganzen verfahrungsweise Görres 1, 276. nur antipolitische oder unrechtliche menschen können nicht geduldet werden Fr. Schlegel Athen. 1, 75; einen unrechtlichen mann Schleiermacher Platon 3, 288; ein unrechtlicher 6, 399. Pansner 74a. vgl.unrechtschaffen. 'nicht hônet' Campe. für malhonnêt verd. wb. 408b. 33) der ordnung, der natur der sache nicht gemäsz: betler, die unrechtlich betlen (mit ungedult, on not, on widergelten, usz geitigkeit, usz gleisznerei ...) Keisersberg narrensch. (1520) 129d; der genusz, dem sie (kunstliebhaber) nachstreben, ist u. (weil nicht erworben, unverdient) Solger nachgel. schr. 2, 439; diesen u. übergreifenden fatalismus F. H. Jacobi 2, 117; eine, aber ganz unrechtliche vereinigung der beiden bestimmungen Hegel 8, 81. 44) gth. v. rechtlich 3, dem gesetzlichen rechte widersprechend: unrechtenklich verurtailt N. v. Wyle transl. 225, 25 K.; unrechtlich tödten Aymont (1535) m 1a, innehaben b. d. liebe 342c u. dgl.; einer beclagt sich, wie er von sinem vatter unrechtlichen drang gelitten hab Riederer rhet. c 4b; unrechtliche gewalt Luther 7, 276, 1 W.; unrechtliches geschreies Schade sat. 2, 103; die schneissen seynd auch nicht ein unrechtliches weidwerck (vgl. 3) Aitinger 239; unrechtliche procente Grabbe 4, 13. 55) von anfechtbarem rechtswissenschaftlichem charakter, wortspielend mit bed. 4: philosophische juristen nennen sich auch solche, die neben ihren andern rechten, die oft so u. sind, auch ein naturrecht haben, welches nicht selten noch unrechtlicher ist F. Schlegel Athen. 12, 143. dazu unrechtlichkeit, f., gs. und mangel der rechtlichkeit. 1) wie unrechtlich 2: die u. andrer menschen rechtfertigt nicht die unsrige Knigge umgang 1, 54; Hegel II 8, 415; unrechtlichkeiten Schelling I 8, 136; sich unrechtlichkeiten zu schulden kommen lassen Campe. 2) wie unrechtlich 4: welches des ordens gesandten mit u. gar ausschlugen M. C. Schütz 4, j i 2b; nie sind die fürsten heftiger der gewaltthätigkeit und u. (vgl. 1) angeklagt worden Ranke 2, 73; die u. des urtheils u. dgl.
3254 Zeichen · 104 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unrechtlichadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Unrechtlich , — er, — ste , adj . u. adv . nicht rechtlich. 1) Dem Rechte nicht gemäß. Eine unrechtliche Handlung. Unrec…

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Ableitung von unrechtlich 3 Analysen

un- + rechtlich

unrechtlich leitet sich vom Lemma rechtlich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+recht+-lich unrecht+-lich

unrechtlich‑ als Erstglied (1 von 1)

Unrechtlichkeit

Campe

unrechtlich·keit

Die Unrechtlichkeit , Mz. — en . 1) Die Eigenschaft einer Person oder Sache, da sie unrechtlich ist, in beiden Bedeutungen; ohne Mehrzahl. 2…