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unlöblich

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unlöblich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1143
unlöblich, adj. adv., gth. v. löblich. mhd. unlobelich, -lîche; mnl. onlovelijc, -like. die umlautlose form noch bei Wiederhold (1669) und Dentzler (1716); veraltet. erst in n. spr. 'nicht zu loben', milderer ausdruck für den härteren schändlich Adelung; die alte spr. braucht u. auch für ignominiosus. 1) löblich 1 a entsprechend: Caligula ... unlöblich, boszhafftiger art Sachs 2, 354, 30 K.; in unlöblicher gesellschafft Xylander Plut. 221a; eines unlöblichen regenten Bode Montaigne 1, 20. von sachen: wir wundern uns, weil es ein unlöblich ort und voller thier ist Reissner Jerusalem 2, 51b; der bösen und unlöblichen constitution des hirns J. B. de la Porta physiognomy (1601) 77; zur bed. mnl. wb. 5, 803; bes. wie löblich 1 b auf grund sittlichen urtheils: do vermischet sie sich in unloblich umbfeung eines unbekannten mans G. Alt b. d. cronicken 56a; that H. Sachs 2, 24, 1 K., gewonheit Amadis 1, 72 K., Gutzkow zauberer 2, 153, brauch Gäbelkover artzneybuch a 2b, mittel Grimmelshausen 4, 722, 31 Keller, Voss antisymb. 2, 275, exempel Chr. Thomasius ernsth. gedancken 2, 123, bewegungsgrund Gottsched d. neueste 1, 427 u. s. w. die löbliche oder unlöbliche gewohnheit mit sich selbst zu reden Göthe 24, 167; 39, 202; 411, 250 W. substantiviert: nützit unloblichs N. v. Wyle transl. 295, 4 K.; des löblichen und unlöblichen Göthe 24, 194, 15 W. 2) prädicativ (vgl. löblich 1 c): die übrig mäszig vaiztin ist allweg an dem valcken unloblich und schedlichen Mynsinger v. d. falken 21; das ist menschlich, falsch, unloblich, verfürisch, satanisch Luther 18, 457, 12 W.; Lehman floril. 1, 219; dasz er ... aus gefälligkeit mittrank, war u. Fouqué bilders. 2, 277. 3) adv.: u. nachsagen Faber Saxonia 8b; handeln Tschudi chron. 1, 120; Hippel ehe 5, 62; vgl. unlöblicher weise Immermann 19, 110; in unlöblichster weise Mommsen r. gesch. 1, 788. dazu unlöblichkeit, f. Stieler, Adelung. —
1927 Zeichen · 65 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unlöblich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Unlöblich , adj. et adv. nicht löblich, als ein glimpflicher Ausdruck für die härtern schändlich u. s. f. Daher die Unlö…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unlöblich

    Goethe-Wörterbuch

    unlöblich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

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Ableitung von unloeblich 3 Analysen

un- + loeblich

unloeblich leitet sich vom Lemma loeblich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+lob+-lich unlob+-lich

Keine Komposita gefunden — unloeblich kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „unloeblich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unloeblich/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „unloeblich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unloeblich/dwb. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „unloeblich". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unloeblich/dwb.
BibTeX
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