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unglimpflich

nur nhd. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

unglimpflich

unglimpflich

glimpflich Adj. ‘ohne größeren Schaden, schonend, nachsichtig’. Das nur im Dt. und Engl. bezeugte Adjektiv ahd. gilimphlīh (9. Jh.), mhd. gelimpflich ‘recht, angemessen’, mnd. (ge)limplīk, aengl. (ge)limplic ‘passend, geeignet, angemessen’, (ablautend) asächs. gilumplīk ‘passend’ hat neben sich (bei ungeklärtem Ableitungsverhältnis) ein im Frühnhd. untergehendes starkes Verb ahd. limphan (9. Jh.), gilimphan (um 800) ‘zukommen, zutreffen, geziemen’, mhd. limpfen ‘angemessen, geeignet sein’, aengl. (ge)limpan ‘geschehen, vorhanden sein, angemessen sein’, ein Adjektiv ahd. gilimph (um 1000), mhd. gelimpf ‘angemessen’ und ein wohl zum Verb gebildetes Substantiv ahd. gilimph ‘Angemessenheit’ (um 1000), mhd. g(e)limpf ‘angemessenes, schonendes Benehmen’, nhd. Glimpf ‘Schonung, Nachsicht’ (so noch in der Fügung mit Glimpf ‘auf gute Art’), mnd. gelimp, aengl. gelimp ‘Ereignis, Zufall’. Herkunft ungewiß. Man hat versucht, mhd. limpfen ‘hinken’, engl. to limp ‘hinken’, limp ‘schlaff, schlapp, biegsam’, aengl. lemphealt ‘hinkend’, mnd. lumpen ‘hinken, lahmen, sich fortschleppen’, die unter Lumpen und Schlampe (s. d.) angeführten Wörter und außergerm. aind. rámbatē, jünger lámbatē ‘hängt (schlaff) herab’, lambana- ‘herabhängend’, lat. limbus ‘Besatz am Kleid, Saum’ vergleichend heranzuziehen. Dann ist Anschluß an ie. *(s)lemb(h)-, die nasalierte Form der unter Lappen (s. d.) genannten Wurzel ie. *lē̌b-, *lō̌b-, *lā̌b- ‘schlaff herabhängen(d)’ (wozu auch mit s-Anlaut schlafen, schlaff, 1schlapp, s. d.), möglich, sofern man eine Bedeutungsentwicklung von ‘schlaff, locker’ zu ‘biegsam’ und zu ‘weich, rücksichtsvoll, nachsichtig’, weiter zu ‘angemessen, geeignet’ annimmt. – unglimpflich Adj. ‘schonungslos, ungerecht, kränkend’, ahd. ungilimphlīh ‘unpassend, unrichtig’ (8. Jh.), mhd. ungelimpflich. Unglimpf m. ‘Unrecht, Kränkung, Schaden, Beleidigung’, mhd. ungelimpf ‘unziemliches Betragen, Unangemessenheit, Unrecht’. verunglimpfen Vb. ‘schmähen, beleidigen’ (15. Jh.).
1986 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unglimpflich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Unglimpflich , -er, -ste, adj. et adv. der Gegensatz von glimpflich, abgeneigt, andern alle unangenehme Empfindungen, so…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unglimpflich

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Ableitung von unglimpflich 3 Analysen

un- + glimpflich

unglimpflich leitet sich vom Lemma glimpflich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+glimpf+-lich unglimpf+-lich

unglimpflich‑ als Erstglied (1 von 1)

unglimpflichkeit

DWB

unglimpflich·keit

unglimpflichkeit , f. : Campe ; am abend war er ( der pfarrer ) selber beim ball ... da trugen sich weniger unglimpflichkeiten ( s. unglimpf…