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ungleichartig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ungleichartig adj. adv.

Bd. 24, Sp. 977
ungleichartig, adj. adv., gth. v. gleichartig (s. d.); vgl. ungleichartend, -geartet, ungeartet, fremdartig, verschiedenartig, nl. ongelijkaardig, -soordig, schwed. olikartighet, olikartad, n. uligeartet, -hed. syn. mit aequivocus: reales causae sind ursachen der natur nach ... in concreto die so würckenden subjecta, die theils principal, theils ministerial, instrumental, wo sie nicht sociae gleichmäszige würck-ursachen sind: theils mit dem werck univocae, das ist dem wesen nach gleichartig, theils aequivocae und ungleich-artig E. Weigel tugend-übende rechenkunst (1687) 52; ungleichartige, heterogene zeugung generatio aequivoca, urzeugung Sömmerring bau 6, 176; Büchner kraft u. stoff 72. seit unsrer class. zeit für heterogen (Wieland zs. f. d. wortf. 8, 74, Adelung, Campe, Kinderling), gth. homogen, sowohl in engerer wissenschaftlicher als auch in allgemeiner bedeutung ('u. versteht niemand, aber gewisz heterogen' W. Grimm kl. schr. 1, 519). prädicativ; mit dativ: wenn diese parabeln unsrer zeit sehr u. sind, so ists besser, als wenn sie ihr .. gleichartig wären Herder 16, 165; Schiller 6, 230; Wackenroder herzenserg. 77; mit präpos. bestimmung: fi! wie mir der faununculus (das ungleichartigste geschöpfe mit Amorn, der von einem kusz zehn jahre lebt), da ich ein gleichnisz brauche, just in die quere laufen musz! Wieland 12, 7 (Hempel); je weniger die menschliche natur mit einer thierart verwandt, je ungleichartiger sie mit ihr am nervenbaue ist Herder 5, 7; wundergestalten, u. von gliedern Knebel Lucrez 237. häufiger ohne nähere bestimmungen dieser art: so u. auch die gegenstände sind Forster 5, 347; Oken naturg. 1, 477; Eichhorn rechtsgesch. 2, 48; Dahlmann franz. revol. 188; Muspratt 2, 1498. attributiv; wissenschaftlich: zwei sehr ungleichartige elemente Kant 3, 14, 29; flächen Göthe II 1, 184 W.; gröszen (vgl. ungleichnamige) Krünitz 196, 380; vermischung Forster 4, 295 (vgl. ungleichartend); zeugung heterogenia, hétérogénie; zu einander ungleichartige massen Krünitz 196, 379; redetheile J. Grimm rechtsaltert. 1, 8; atome Liebig chem. br. 60; bestandtheile Lotze mikrok. 1, 33 u. ä. heterogeneus, u., wenn eine pflanze oder ein pflanzentheil im baue oder in der substanz eine ungleiche beschaffenheit zeigt Bischoff beschr. bot. 94; von innen u. intus inaequabilis Krünitz. allgemein: kein ungleichartiges kind schimpft die gebärerin Ramler lyr. ged. 193; langeweile und ihre ungleichartigen wirkungen Zimmermann über d. eins. 1, xxii; die wunderbar ungleichartigen gestalten, die in unserm innern wühlen H. v. Kleist 4, 66; lappen Fichte 6, 106; charaktere Bismarck br. a. s. braut 65 u. s. w. superlativ: die ungleichartigsten weltseiten Herder 21, 155. adv.: die griechischen studien des dichters wirken hier nicht so u. zusammen Gervinus gesch. d. d. dicht. 5, 47; Gutzkow ritter v. geiste 3, 23. substantiviert: eine synthese des gleichartigen ... oder auch des ungleichartigen Kant 3, 361, 33; Herder 15, 540; Göthe II 4, 141 W.; Schopenhauer 4, 65. dazu ungleichartigkeit, f., mangel an gleichartigkeit (s. d.) und ihr gth.; heterogen( e)ität (etherogeneitas 14. jh. Littré 1, 2, 2016c): die schwierigkeit ... besteht ... in der vorausgesetzten u. des gegenstandes des inneren sinnes (der seele) mit den gegenständen äuszerer sinne Kant 3, 278, 23; der unverträglichen u. der Gothen und Slaven Forster 6, 231; u. in Ritter erdk. 2, 569; die ... kohle ist ... wegen ihrer u. ... nicht gut zu verwenden Karmarsch-Heeren 2, 26. concrete verwendung für eine ungleichartige sache ( Campe) unüblich.
3596 Zeichen · 111 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ungleichartig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Ungleichartig , -er, -ste, adj. et adv. nicht einerley Art und Natur habend, fremdartig, und mit einem Griechischen Ausd…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ungleichartig

    Goethe-Wörterbuch

    ungleichartig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungleichartig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ungleichartig 2 Analysen

un- + gleichartig

ungleichartig leitet sich vom Lemma gleichartig ab mit Präfix un-.

Alternativen: ungleichart+-ig

Zerlegung von ungleichartig 3 Komponenten

(ung+leich)+artig

ungleichartig setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ungleichartig‑ als Erstglied (1 von 1)

Ungleichartigkeit

Campe

ungleich·artigkeit

Die Ungleichartigkeit , Mz. — en . 1) Die Eigenschaft zweier oder mehrerer Dinge, da sie ungleichartig sind; ohne Mehrzahl. 2) Eine ungleich…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ungleichartig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ungleichartig/dwb?formid=U07733
MLA
Cotta, Marcel. „ungleichartig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ungleichartig/dwb?formid=U07733. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ungleichartig". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ungleichartig/dwb?formid=U07733.
BibTeX
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