Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ungelind(e) adj. adv.
ungelind(e) , adj. adv. , gth. von gelind(e); seit dem 16. jh. bezeugtes, immerhin nicht häufiges, im 19. jh. fast nur dichterisches wort, das auch in neueren wbb. erst selten verzeichnet wird. gth. von gelind 1 c: im sommer kömt ihnen ( den störchen ) Europa gelinder vor, wie hingegen unser winter ihnen ungelinder oder schärffer vorfällt Prätorius winterflucht 120 ; es freut mich, dasz sie dem ungelinden wetter zum trutz gesund und wohl sind Knebel nachl. 2, 375 ; von diesem ungelinden wind Rückert 2, 423 ; und ihren jungen ist's im nest gelinde, wenn ungelind es friert im ganzen land 2, 241 …