Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unbedächtig adj. adv.
unbedächtig , adj. adv. , gegentheil von bedächtig. mhd. unbedæhtic aus bedæhtic und unbedæhticheit, unbedæhteclîche zu erschlieszen Lexer 1, 139. 2, 1752 ; mnd. unbedechtich Lübben-Walther 427 b ; mnl. onbedachtich wb. 5, 209; nl. wb. 10, 928. die syn. unterscheidungen ( s. das adj. und das subst. unbedacht) der heutigen sprache beruhen darauf, dasz unbedächtig im bewusztsein des redenden an das nomen, unbedacht an das verb. angeschlossen wird. die bedeutungsentwicklung folgt der von unbedacht: weisz er aber nicht, wie es in der welt gehet und stehet, so ist er ein unbedächtiger, unweiser, ja…