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umlaut

nhd. bis spez. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

umlaut m.

Bd. 23, Sp. 1011
umlaut, m., terminus technicus der deutschen grammatik, puristische bildung von Klopstock (vgl. M. H. Jellinek gesch. der nhd. gramm. 1, 273) und zwar anfangs für jede wandlung des vocals einer wortwurzel, d. h. auch für 'ablaut, brechung': die kunstwörter, welche ich brauche, (sind) deutsch ... wem solte es undeutlich seyn, wenn ich zum exempel sagte: aus strom wird ströme und sang aus singen durch den umlaut? wenn aus a ä, aus o ö und aus u ü wird, als kraft kräfte, floss flösse, fluss flüsse, so ist der umlaut bestimmt: und wird aus irgend einem selbstlaute irgend ein andrer als komen kam, laufen lief, fliehen floh, so ist der umlaut unbestimt? gelehrtenrepublik (1774) 229; umlaut nennt man gewöhnlich die wandlung eines stimmlautes in seinen verwandten, gemeinlich die wandelung eines der tieferen a, o, u und au in die höheren ä oder e, ö, ü, aü und des e in i Radloff trefflichkeiten der südteutschen mundarten (1811) 26; von J. Grimm eingeschränkt auf den lautwandel, den ein i oder j im vocal der vorangehenden betonten silbe hervorruft: zu den reinen (vocalen) gehört a, o, u, denen die trüben e, ö, ü entsprechen ... die von einem folgenden vocale bewirkte trübung (verdünnung) des vocals der wurzel heiszt nun umlaut ... den umlaut zu zeugen wohnt gerade jenem in der mitte stehenden i oder dessen doppelung î bei ... deutsche gramm. 12, 9; s. bes. auch 12, 115 und XIX; in dieser verwendung auch schon vordem, freilich nicht darauf allein angewendet: die alten haben auch gesagt: sturmisch, baumisch ... warum alles mit dem umlaut? (1779) Lessing 13, 623 L.; da denn das stammwort gemeiniglich den umlaut bekommt, wenn er stattfindet: hären von haar ... Adelung lehrgebäude der deutschen sprache 2, 58; den begriff der psychologischen anticipation für die erklärung des umlautes Scherer kleine schr. 1, 134; vgl. zusammensetzungen, bzw. zusammenrückungen wie: umlautsbezeichnung Scherer kl. schr. 1, 386; -fähig J. Grimm deutsche gramm. 12, 9; umlautgesetz Bernhardt waldeigentum 1, 52; -hindernd Kögel literaturgesch. 1, 2, 483; -los C. Kraus in abhandl. zur german. philol. 114 und -losigkeit Scherer kl. schr. 1, 621; auszerhalb des terminologischen bereichs als 'umbenennung': da dieselben umlaute in christliche benennungen (wie Oan-Khan in Joan Rex) ... nichts ungewöhnliches ... waren Ritter erdkunde 2, 291. dazu umlauten, vb., trans., durch umlaut ändern: ahd. zuattô pattô, umgelautet zuettô pettô J. Grimm kl. schr. 3, 144; u wird durch i in ü umgelautet Paul wb.3 569a; intr., sich durch umlaut ändern: dasz letztere (doppelvocale) nur in doppelte umlauten können als â in æ, ô in œ ... J. Grimm deutsche gramm. 12, 10; auszer der fachsprachlichen verwendung auch allgemeiner als 'lautlich verändern': Deut, Diet, Düid, Thiete ... bei der vielsprossigkeit des groszen stammbaums muszte ... der urlaut durch alle umbildungen gehen ... so sind auch die namen Dietrich, Dietbert ... auf alle mögliche weise umgelautet worden Jahn w. 2, 504 E.
3012 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    umlautm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    umlaut , m. , terminus technicus der deutschen grammatik, puristische bildung von Klopstock ( vgl. M. H. Jellinek gesch.…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Umlaut

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Umlaut , Trübung eines reinen Vocals durch den Einfluß eines i oder e, als: ä, ö, ü, äu.

  3. Spezial
    Umlautm

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Umlaut , m умлаут , м

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Ableitungen von umlaut (1 von 1)

unumlaut

DWB

unumlaut , m. , nichtumlaut: Jac. Grimm d. gramm. 1, 340 ; th. 1, xlii; 1, 575 u. ö. unumgelautet rechtsalterth. 2 4 , 102; unumlautend gram…