Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
überpoltern v.
überpoltern , v. , untrennbare verbindung. 1 1) hart schelten und dadurch verwirren, bezw. durch schelten jem. zu etwas zwingen. in der theol. prosa des 16. jahrh., dann allgemein frühnhd. 1@a a) schelten und hartigklich uberboldern, die in bösem verharren Keisersberg pater noster Q 5 ; Christus hat sye angefaren und überboldert und hat inen verwissen und uffgehaben iren unglauben postille 3, 23 a ; vor allen dingen sol sich ein evangelischer lerer hüten, dasz er nit ... zuo vil grimm und zornmütig überbolder und anschnartz die, die geirrt und gesündet haben Leo Jud Erasmus episteln zum Timoth…