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Tunis

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Tunis

Bd. 5, Sp. 534
Tunis, Barbareskenstaat in Nordafrika, zwischen dem Mittelmeere, Algier, Tripolis und der Sahara, von Zweigen des Atlas durchzogen, an der Küste u. in den Thälern sehr fruchtbar, führt Getreide, Südfrüchte, Tabak u. Baumwolle aus u. soll auch metallische Schätze enthalten. Die Oberfläche umfaßt über 3000 QM., die Einwohnerzahl über 1 Mill., vorherrschend arab. Stammes. Das Oberhaupt des Staats ist der Bey, früher von der türk. u. maurischen Miliz sehr abhängig, während der gegenwärtige (Sidi Mohammed) durch ein reguläres Heer sich zu sichern bestrebt ist. Die Hauptstadt T., 12 St. vom Meer, an der Lagune El Bahira gelegen, deren Kanal von der Festung Goletta beherrscht wird, hat gegen 150000 E., schmutzige Straßen, beträchtliche Fabrikation in Wolle (Feß), Baumwolle, Seide, Leder, treibt einen lebhaften Handel mit Europa u. dem Sudan. In der Nähe die Ruinen von Karthago. — T. ist karthagischen Ursprungs, war zur Römerzeit die zweitwichtigste Stadt an der Nordküste, im Mittelalter von verschiedenen Emirs beherrscht, theils abhängig vom Khalifat theils selbständig. 1535 eroberte es Kaiser Karl V., 1574 Sinan Pascha für die Pforte; es erhielt eine Militärverfassung, die sich bald wie die zu Algier ausbildete u. wetteiferte mit diesem im Seeraube. 1830 hörte er auf Frankreichs Drohungen auf; der Bei Achmet (gest. 1855) unterstützte zuerst insgeheim Abdelkader, unterhandelte auch 1840 mit England, wandte sich jedoch endlich Frankreich zu, als ihn dieses gegen die Plane der Pforte, T. wie Tripoli in ein Paschalik zu verwandeln, unterstützte.
1562 Zeichen · 25 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tunis

    Goethe-Wörterbuch

    Tunis [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tunis

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Tunis , Barbareskenstaat in Nordafrika, zwischen dem Mittelmeere, Algier, Tripolis und der Sahara, von Zweigen des Atlas…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tunis

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von tunis

tu + -nis

tunis leitet sich vom Lemma tu ab mit Suffix -nis.

tunis‑ als Erstglied (8 von 8)

Tunis N

Idiotikon

Tunis N. Band 13, Spalte 269 Tunis N. 13,269

Tunisblame

Campe

tunis·blame

Die Tunisblame , Mz. — n , die Sammetblume oder Studentenblume (Tagetes patula L .).

tunisblume

DWB

tunis·blume

tunisblume , f. , in älterer sprache als pflanzenname bezeugt: thuenisbloemen Gesner horti Germaniae (1561) 259 a ; flos tunetanus thunisblu…

tunist

KöblerAhd

tunist... , . Vw.: s. tunst...

tunistlīh

KöblerAhd

tunistlīh , Adj. Vw.: s. tunstlīh*