Eintrag · Mecklenburgisches Wb.
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Wossidia tulen zupfen, reißen, zausen 1. zupfen, reißen: tulen vellere Niem. Idiot. 26; am Euter ziehen, melken: Dat Tulen, dat deiht mi (der Kuh) gewaltig mör Camm. Reg. 127; im Rätsel: Tweebeen sitt up Dreebeen un tuult Vierbeen Wo. V. 1, 15 a; tulen Fleisch vom Knochen abreißen RoRostock@MarlowMarl; De Hund, de ... tult un bitt Hey. Punsch. 26; an der großen Fischerwade hebben söß Mann an to tulen zu ziehen Gü. 2. zausen, durch Zerren in Unordnung bringen: de Wind tuult de Böm SchwSchwerin@PampowPamp; bes. in Bezug auf Haare: thulen capillos tractare: he thulede den andern düchtig Mantz. Ruh. 2, 65; einen (jem.) in de Hoor tulen: Egg. Trems. 24; einen in den Boort tulen: H. Schröd. Buerh. 1, 138; Vgl.: se süht ut, as hadd' de Hahn ehr tuult Schw; einen tarren un tulen: Tarn. Burrk. 3, 5; einen tulen un tasen: Seem. And. 40; einen plusen un tulen Gü; tulen un pulen WiWismar@WendorfWend. Refl.: se tuult sick noch bi de Hoor über eine Frau, die auf sich warten läßt, gesagt Wi; rezipr. einander im Streit an den Haaren ziehen: se thulden sick brav Mantz. Ruh. 2, 65; sei tulen sick in dei Hoor Wo. Sa. 3. rezipr. 'sich in die Haare geraten', streiten, prügeln: dei Bengels tuulten sick all wedder RoRostock@RibnitzRibn; Reut. 6, 463. — Zss.: af-, herümmertulen; Abl. Getul. — Br. Wb. 5, 127; Dä. 498b; Da. 229a; Kü. 3, 465; Me. 5, 177.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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- 15.–20. Jh.
-
modern
Dialekttulen
Mecklenburgisches Wb.
tulen zupfen, reißen, zausen 1. zupfen, reißen: tulen vellere Niem. Idiot. 26; am Euter ziehen, melken: Dat Tulen, dat d…
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