Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
tugendadel m.
tugendadel , m. , der durch tugend verliehene adel des menschen, im gegensatz zum geburtsadel; zusammenhängend mit der seit dem späten mittelalter ( gegenüber der höfischen zeit ) geltenden anschauung, dasz nicht der adel ( edle herkunft ) die tugend hervorruft, sondern die tugend den adel, als innere auszeichnung des menschen ( s. tugend III B 2 b γ ): das gold ist ein bild des glauben ... des unverfälschten tugendadels Ph. Zesen helikon. rosentahl (1669) 29 ; nach dem tugend-adel trachte, wilt du edel seyn. der geschlechts-adel ist nur der deinen, der tugendadel ist dein eigen; diesen adel k…