Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Trunkenbold
Trunkenbold
trunken Part.adj. ‘berauscht, betrunken’, übertragen ‘ganz erfüllt, begeistert von etw.’, ahd. trunkan (um 800), mhd. trunken, asächs. drunkan, mnd. drunken, mnl. nl. dronken, aengl. druncen, engl. drunken, anord. drukkinn, schwed. drucken, got. drugkans, präfixloses Part. Prät. des unter trinken (s. d.) behandelten Verbs, eigentlich ‘getrunken habend’, daraus ‘zuviel getrunken habend, betrunken’. Bis ins 18. Jh. Bezeichnung für einen durch alkoholische Getränke verursachten Rauschzustand, seit Mitte 18. Jh. von betrunken (s. trinken) in der Alltagssprache abgelöst, doch in poetischer bzw. gehobener Sprache weiterlebend. Bereits in mhd. Zeit übertragen auf geistige bzw. seelische Verzückungszustände. – Trunkenheit f. ‘Betrunkensein, Rausch’, ahd. trunkanheit (um 900), mhd. trunkenheit. Trunkenbold m. ‘Trinker, Säufer’, mhd. trunkenbolt; zum zweiten Kompositionsglied s. bald.