Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
trotziglich adv.
trotziglich , adv. zu trotzig, auch in der gegenwart gelegentlich noch gebildet. 1 1) hochfahrend, stolz. im 16. und 17. jh. ganz gebräuchlich, häufig in der besonderen bedeutung ' anmaszend, dreist, frech ', vgl.: presumptuosus trotziglich (1515) Diefenbach gloss. 457 c ; an einen trotziglich schreiben contumaciter ad aliquem scribere Steinbach dtsch. wb. 2, 872 : dises wolten sie auch nicht annemmen, hielten also dem erwehlten könige die statt noch immerdar trotziglich vor M. Beuther praxis rerum criminalium (1565) 138 b ; verechtlich und trotzigklich handeln Mathesius Sarepta (1571) 205 a ;…