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triftigkeit

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

triftigkeit f.

Bd. 22, Sp. 511
triftigkeit, f. , adjectivabstract, von 1triftig gebildet, dem auch die bedeutung entspricht (doch sieh u. 3), im 15. jh. ganz vereinzelt bezeugt, dann wieder, ebenfalls selten, im 18. und 19. jh. 11) im frühnhd. vereinzelt als 'zuständigkeit' (s. 1triftig A 2): were auch einche stad (verkaufsstelle) nach gelegenheid (beschaffenheit) und trifftikeit irer pennewert (ware), das man mit gelimph mee (steuer) davon geheben mochte, wo das were, das sulde dem rade zugezogen und zugefremdet werden (ca. 1440) Frankf. amtsurk. 378 Bücher. 22) seit dem ende des 17. jh. als 'gewichtigkeit, eindringlichkeit': triftigkeit idem deberet esse quod 'servitus' ista 'praedialis' die trift; verum exponitur hodie 'pondus, momentum, gravitas, emphasis, negotium magnum, operosum et singulare, causa praeiudicialis, summi ingenii, singularis et splendida' Stieler stammbaum (1691) 2319; importanza Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1143a; er (Demosthenes) stellete mit vieler triftihkeit die gefahr vor augen Lindenborn Diogenes (1742) 2, 263; ich will die trifftigkeit des motivs dieser verschiedenheit ... nicht verkennen, nämlich die rücksicht auf die familie Jhering geist d.m. rechts 2, 1, 238. fest und gebräuchlich in stehenden wendungen (s. 1triftig B 1 a): damit man ... die veranlassung selbst erkennen und die trifftigkeit meiner beweg-ursachen um so viel eher einsehen möge J. P. S. Winckler Zinzendorfs untern. i. rel.-sachen (1740) 3. — die unsichtbaren, welche die triftigkeit der gründe ... empfanden, kamen überein J. A. Cramer nord. aufs. 3, 490; bei so manchen leuten entscheidet nicht die triftigkeit der gründe Fr. L. Jahn w. 1, 67 Euler; man vergröszerte nicht nur die summen ..., sondern auch die rechtsgründe, deren schlagende triftigkeit doch erst zu erweisen war Gutzkow ritt. v. geiste 5, 93; du bist alt genug, um die triftigkeit meiner gründe einzusehen W. Weigand die Frankenthaler (1904) 32. — die triftigkeit dieses einwandes musz ich zugeben G. Hansen bevölkerungsstufen (1889) 148; ich ahnte damals nicht, dasz ich bestimmt sei, die triftigkeit dieser zweifel ans tageslicht zu heben Fr. v. Heyden br. ein flüchtl. (1838) 3, 184. verbal: gegen beides ist mit triftigkeit mancherlei einzuwenden W. Wackernagel in zs. f. dtsch. altert. 6, 269. 33) nur gelegentlich als wohl spontane ableitung von 2triftig in der übertragenen bedeutung 'fruchtbar' (s. d. 5): sühne die nährenden mütter der feldfrucht, Tellus und Ceres, diese schafft dem gewächs triftigkeit, jene den grund Voss nach Campe 4, 883b. auch für die nd. maa. nicht belegt; Kramers ansatz triftigkeit nider-hochteutsch (1719) 1, 73 u. 2, 215 als entsprechung für das ndl. drifticheit hitze, leidenschaftlichkeit (vgl. Verwijs-Verdam 2, 406) ist wohl nur als lexikographische construction zu werten.
2826 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TriftigkeitDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Die Triftigkeit , o. Mz . 1) Die Eigenschaft, oder auch der Zustand eines Dinges, da es Trift oder Trieb hat, z. B. zu w…

  2. modern
    Dialekt
    Triftigkeit

    Rheinisches Wb.

    Triftig-keit drēftəχheit Mörs-Friemersh Sg. t. f.: Betriebsamkeit.

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Wortbildung

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Ableitung von triftigkeit 2 Analysen

triftig + -keit

triftigkeit leitet sich vom Lemma triftig ab mit Suffix -keit.

Alternativen: trift+-ig+-keit

Keine Komposita gefunden — triftigkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „triftigkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/triftigkeit/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „triftigkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/triftigkeit/dwb. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „triftigkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/triftigkeit/dwb.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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