-scheu,
adj. ,
kampfscheu: weg war für dieses jahr die treffenscheue räuberschaar! v. Ayrenhoff 1, 260. 22)
zu '
linie, glied' (B),
häufige bildungen der kriegswissenschaft. treffenabstand,
m., zwischenraum der glieder von einander: der treffenabstand von 500 schritt wird genau beobachtet Wilhelm i.
milit. schr. 1, 34. — -distanz,
f., ds.: die kürassierdivision ... würde ... auf treffendistanz ... hinter dem ... ungedeckten flügel der vorderen beiden treffen aufzustellen sein
ebda 1, 23. — -formation,
f., aufstellung in gliedern: sie (
kavalleriekörper) attackieren in ... treffenformation v. Alten
hdb. f. heer u. flotte 1, 607. — -front,
f.: die lineartaktik ... mit ihren ... starren treffenfronten war ganz auf die freie ... ebene zugeschnitten
ebda 3, 273. — -führer,
m., führer eines gliedes: durch die aufmarschlinie des ersten treffens wird die direktion des zweiten bestimmt, welches der treffenführer auf die ... kürzeste art in sein treffenverhältnisz dirigirt Wilhelm i.
milit. schr. 1, 12;
s. auch Stenzel
seemänn. wörterb. (1904) 427
a. — -gliederung,
f., aufstellung in linien, gliedern: die Celtiberer wurden von Scipios fussvolk dank der neuen treffengliederung ... völlig aufgerieben v. Alten
hdb. f. heer u. flotte 9, 82. — -kommandant,
m., '
führer eines gliedes': die bataillone des ersten treffens stehen unmittelbar unter den befehlen des commandierenden chefs, wenn dieser es nicht für zweckmäszig erachtet, auch für das erste treffen einen eigenen treffencommandanten zu ernennen
exercierreglement f. d. badische infanterie (1831) 3, 10. — -linie,
f., geschlossene, geordnete linie der truppen im gefecht: die taktik hebt an mit entwickelung der treffenlinie oder schlachtordnung Heinr. v. Bülow
geist des neuen kriegssystems (1799) 90;
ebenso '
vordere gefechtslinie': ist der angriff gelungen, so rückt sie (
die artillerie) in die treffenlinie vor Wilhelm i.
milit. schr. 1, 232. — -stellung,
f.: die unbehilflichkeit dieser schweren schlachtmassen führte ... zu einem zerlegen der schlachtordnung in kleinere taktische körper, welche in zwei oder drei treffen standen. aber nur langsam bildete sich die treffenstellung und die planmäszige anwendung der reserven aus G. Freytag
ges. w. 20, 31. — -system,
n., linienweises hineinführen des heeres in die schlacht: das treffensystem in der schlacht wendete Moritz von Oranien nach dem vorbilde der alten zuerst wieder an
Meyers konversationslex. (1919) 19, 686
b. — -taktik,
f., ds. v. Alten
hdb. f. heer u. flotte 3, 264. — -weise,
f., gefechtstaktik: viele schriftsteller kennen dies treffen gar nicht, ... und doch war dies ein vorspiel von Leipzig, denn gegen Savelli erprobte Gustav zuerst seine treffenweise Fr. L. Jahn
briefe (1913) 240
Meyer. — -weise,
adv. und adj., in gliedern hintereinander: die franzosen marschirten treffenweise
allg. deutsche bibliothek 9, 114; um aus dieser aufstellung treffenweise zu deployiren, erfolgt zuerst das kommando: teten vorgezogen Wilhelm i.
milit. schr. 1, 12; dementsprechend bewegte sich also das heer flügelweise oder treffenweise zur schlacht
M. Jähns
gesch. d. wissensch. in Deutschland (1891) 21, 3, 1916; man nennt die aufstellung treffenweise, wenn die truppen nebeneinander ... stehen v. Alten
hdb. f. heer u. flotte 1, 653.