Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
traumgespinst n.
traumgespinst , n. offenbar wortschöpfung Göthes im sinne von comp.-typ 4 : das grundwort beschreibt traum metaphorisch ( vgl. gespinst 4 c); von vornherein mit leichtem negativem accent (traum I B 1): hör mich, kein traumgespinnste verlang ich heut von dir ( schlaf ) Göthe I 4, 153 W.; wenn auch ein tag uns klar vernünftig lacht, in traumgespinnst verwickelt uns die nacht ebda I 15, 308 W.; das ganze stück ist wie ein traumgespinst O. Ludwig ges. schr. (1891) 5, 368 ; sodann erweitert nach traum II A 1 c: hirngespinst, nichtiges phantasieproduct: meine befürchtung, dasz die aussage der lieben…