tratschen,
trätschen das Wort ist allg. bis einschl. Heinsb, Kemp, Mörs, Ruhr, u. zwar
-a-, –ā-, –ę-, –E- [
im snfrk. Trübungsgeb.
-ǫ-; Monsch
-akšə; SNfrk auch
-ǫdzə]
; s. im einzelnen bei den einzelnen Bed.
schw.: 1. intrans. ein klatschendes Geräusch von sich geben. a.
-a- schwer, laut auftreten bei langsamem Gang, schwerfällig, plump gehen, weit ausschreiten, bes. durch eine Wasserlache, tiefen Schmutz gehen, dass es aufspritzt; umhergehen u. dabei unnötige Zeit versäumen, saumselig daherschlendern; träge gehen, ohne Mut sein;
tr. wie ene Bär (Bur), — en al Frau; ich hüre ene en der Köch tr.; den hürt mer en paar Stonn witt tr.; tratsch doch net su, heff doch de Ben op; (an,- heran)getratsch kunn; meddse durch der Dreck tr.; derdurchtr.; em ganze Dörp erömtr.; hengenno-, hergerdrentr.; vürantr.; eraf-, erop-, erus-, eren-, erondertr. Rip, Allg.;
-ę- steht oft daneben; bes. Koch, Kobl, May, Aden, Rip, Neuw, Siegld;
-ā-, beim ruckartigen Tr.
-ā:- Kreuzn-Stdt, Saarbr, Saarl, Saarbg-Freudenbg, Trier-Fell Mehring Paschel. Wittl-Salmrohr, Bernk-Dhron Graach, Bitb-Dudeld Kruchten Rittersd, Prüm-Reuth, Bergh-Heppend, Gummb-Berghsn, Elbf
(drā-), Düss-Stdt, Mörs. — b.
-a-, –ę- hinabkollern;
de Äppel tr. eraf (vam Bom); et Wasser trätsch erus Rip, Allg. — c.
-a-, meist aber
-ę-; et ränt (regnet),
dat et trätsch; höck (heute)
trätsch et ävver; et trätsch, wie met Emmere erafgeschott bei starkem Regen Rip, Allg.;
-E- Neuw-Heimb OBieber. — 2. trans. a. meist
-ę-, absol. ins Wasser schlagen, dass es spritzt und andere nass macht
(enen betr.) Zell, Koch, Kobl, Neuw, Sieg, Waldbr, Bo, Köln;
-ę- einen flachen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Koch, Bo-Küdinghv. —
Der kann jett tr. viel trinken Sieg-Rhö
nd. — b.
-a-, –ę- absol. u.
de Schohn schef (usərənēn)tr. schief, auseinandertreten Rip, Allg. — Gras, Getreide
neddertr. niedertreten, festtr. Rip, Allg.;
däll tr. OBerg;
-ę-, ein Feld
tr. lossen düngen, indem man die Schafherde darauf rasten lässt, u. Getreideäcker vor Erscheinen der Saat durch Schafe festtreten lassen, bes. bei leichter, lockerer Bodenart; der Schäfer erhält für das Tr. ein Trinkgeld Prü
m. — c.
-ę-, etwas tr., breit schlagen, stampfen, bes. Kartoffeln;
well der de Grombere getritscht orrer geträtscht han? geknetet od. gestampft Wend-Marping;
-a- MGladb-Rheind. —
d. -a- absol. etwas kochen, das nicht richtig gewürzt ist Aach-Bardenbg;
-a- unordentl. sein Kobl-Weissenthurm. — e.
-a- u.
-ę- im gleichen Ort;
enen tr. ohrfeigen;
se enem tr.; ech tr. der jetz en! se (et) getratsch krige Sieg, Ruhr. —
He hät mänchen Has geträtsch gewildert Sieg-Rhö
nd. —
f. -ę- absol. Klicker aus einer Kaule herauswerfen Gummb-Marienbghsn Nümbrecht;
Külches tr. Sieg-Rhö
nd. — g.
-ā- langsam arbeiten Saarl, Saarbr;
-a- Saarl, Merz, Trier;
er schafft geträtscht Wend-Stdt;
-ā- langsam arbeiten od. sprechen Merz-Rappw, Wend, Elbf, Düss-Stdt, Neuss-Stdt;
-E- Saarbr, Ottw;
-ę- etwas allein machen Neuw-Datzeroth. — h. lautl. wie tr. 1 a, langsam u. langweilig, nichtssagend sprechen; durch Weitererzählen breittreten, klatschen, viel u. eifrig von der Angelegenheit anderer schwatzen;
klatsche un tr.; ratsche un tr. (
s. d. W.);
die tratsch sich jet zesamme, — tr. üvver andere Lück (Leute);
he hät et erömgetr., durch et ganze Dörp g. Rip, Allg.;
-ā- wie 1 a u. Köln-Stdt, Neuss-Stdt, Mettm
(drā-); –E- Trier-Stdt, Koch-Eller. — Abl.:
die Tratscherei, dat Getratsch, der Tratscher, die Tratschersch(e).