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trätschen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

trätschen

Bd. 8, Sp. 1298
tratschen, trätschen das Wort ist allg. bis einschl. Heinsb, Kemp, Mörs, Ruhr, u. zwar -a-, –ā-, –ę-, –E- [im snfrk. Trübungsgeb. -ǫ-; Monsch -akšə; SNfrk auch -ǫdzə]; s. im einzelnen bei den einzelnen Bed. schw.: 1. intrans. ein klatschendes Geräusch von sich geben. a. -a- schwer, laut auftreten bei langsamem Gang, schwerfällig, plump gehen, weit ausschreiten, bes. durch eine Wasserlache, tiefen Schmutz gehen, dass es aufspritzt; umhergehen u. dabei unnötige Zeit versäumen, saumselig daherschlendern; träge gehen, ohne Mut sein; tr. wie ene Bär (Bur), en al Frau; ich hüre ene en der Köch tr.; den hürt mer en paar Stonn witt tr.; tratsch doch net su, heff doch de Ben op; (an,- heran)getratsch kunn; meddse durch der Dreck tr.; derdurchtr.; em ganze Dörp erömtr.; hengenno-, hergerdrentr.; vürantr.; eraf-, erop-, erus-, eren-, erondertr. Rip, Allg.; -ę- steht oft daneben; bes. Koch, Kobl, May, Aden, Rip, Neuw, Siegld; -ā-, beim ruckartigen Tr. -ā:- Kreuzn-Stdt, Saarbr, Saarl, Saarbg-Freudenbg, Trier-Fell Mehring Paschel. Wittl-Salmrohr, Bernk-Dhron Graach, Bitb-Dudeld Kruchten Rittersd, Prüm-Reuth, Bergh-Heppend, Gummb-Berghsn, Elbf (drā-), Düss-Stdt, Mörs. — b. -a-, –ę- hinabkollern; de Äppel tr. eraf (vam Bom); et Wasser trätsch erus Rip, Allg. — c. -a-, meist aber -ę-; et ränt (regnet), dat et trätsch; höck (heute) trätsch et ävver; et trätsch, wie met Emmere erafgeschott bei starkem Regen Rip, Allg.; -E- Neuw-Heimb OBieber. — 2. trans. a. meist -ę-, absol. ins Wasser schlagen, dass es spritzt und andere nass macht (enen betr.) Zell, Koch, Kobl, Neuw, Sieg, Waldbr, Bo, Köln; -ę- einen flachen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Koch, Bo-Küdinghv. — Der kann jett tr. viel trinken Sieg-Rhönd. — b. -a-, –ę- absol. u. de Schohn schef (usərənēn)tr. schief, auseinandertreten Rip, Allg. — Gras, Getreide neddertr. niedertreten, festtr. Rip, Allg.; däll tr. OBerg; -ę-, ein Feld tr. lossen düngen, indem man die Schafherde darauf rasten lässt, u. Getreideäcker vor Erscheinen der Saat durch Schafe festtreten lassen, bes. bei leichter, lockerer Bodenart; der Schäfer erhält für das Tr. ein Trinkgeld Prüm. — c. -ę-, etwas tr., breit schlagen, stampfen, bes. Kartoffeln; well der de Grombere getritscht orrer geträtscht han? geknetet od. gestampft Wend-Marping; -a- MGladb-Rheind. — d. -a- absol. etwas kochen, das nicht richtig gewürzt ist Aach-Bardenbg; -a- unordentl. sein Kobl-Weissenthurm. — e. -a- u. -ę- im gleichen Ort; enen tr. ohrfeigen; se enem tr.; ech tr. der jetz en! se (et) getratsch krige Sieg, Ruhr. — He hät mänchen Has geträtsch gewildert Sieg-Rhönd.f. -ę- absol. Klicker aus einer Kaule herauswerfen Gummb-Marienbghsn Nümbrecht; Külches tr. Sieg-Rhönd. — g. -ā- langsam arbeiten Saarl, Saarbr; -a- Saarl, Merz, Trier; er schafft geträtscht Wend-Stdt; -ā- langsam arbeiten od. sprechen Merz-Rappw, Wend, Elbf, Düss-Stdt, Neuss-Stdt; -E- Saarbr, Ottw; -ę- etwas allein machen Neuw-Datzeroth. — h. lautl. wie tr. 1 a, langsam u. langweilig, nichtssagend sprechen; durch Weitererzählen breittreten, klatschen, viel u. eifrig von der Angelegenheit anderer schwatzen; klatsche un tr.; ratsche un tr. (s. d. W.); die tratsch sich jet zesamme, tr. üvver andere Lück (Leute); he hät et erömgetr., durch et ganze Dörp g. Rip, Allg.; -ā- wie 1 a u. Köln-Stdt, Neuss-Stdt, Mettm (drā-); –E- Trier-Stdt, Koch-Eller. — Abl.: die Tratscherei, dat Getratsch, der Tratscher, die Tratschersch(e).
3497 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trätschenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813)

    Х Trätschen , v. intrs . u. trs . 1) I der Schweiz, mit dem Fuße treten, stampfen; wie auch, unruhige, mit Unschlüssigke…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trätschen

    Goethe-Wörterbuch

    trätschen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    trätschenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    trätschen intr. v. Fi. u. s. schwatzen, ausplaudern. — hess. 415; baier. 1, 681; schwäb. 2, 324.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traetschen

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Zerlegung von traetschen 2 Komponenten

trat+schen

traetschen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von traetschen (1 von 1)

verträtschen

DWB

verträtschen , verb. , ' ausschwatzen ', aus schwäb. mundart ( Fischer 2, 1384 ) durch Schiller in die schriftsprache eingeführt: ganze hauf…