Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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trabharnisch, m. (vgl. th. 2, sp. 1327 s. v. drafharnisch, wo eine nicht stichhaltige erklärung gegeben ist): der vornehme erscheint in verbindung mit der landsknechttruppe in der regel in deren harnisch gekleidet, der dann seines geringeren gewichtes wegen und weil er auch zu pferde getragen wird, 'trabharnisch' hiesz. diese trabharnische erscheinen als ein mittelding zwischen dem ritterlichen und dem landsknechtharnische Böheim hdb. d. waffenkunde 156; der 'halbe harnisch', der auch bald von leichten reitern angenommen wurde, die ihn mit kleinen abänderungen als 'reiterischen' oder 'trabharnisch' trugen ebda 116; leichter reiterharnisch ohne bein- und armzeug Unger-Khull 163; halbe rüstung, bestehend aus helm, halsberge, panzer und beintaschen Müller-Mothes arch. wb. 933a. die ältesten belege des wortes sind wie das grundwort als neutrum anzusetzen, auch wenn der artikel kaum belegt ist. das wort ist, seiner speciellen bedeutung entsprechend, besonders in spätmhd. und frühnhd. zeit zahlreich belegt (auch ins schwedische als drabbharnesk, n. entlehnt, s. Dahlgreen 156/7): harnischskamer, 62 knechtharnischs, 3 par knipockel, 12 drabbharnischs ... gr. ämterb. d. dtsch. ord. 111 Ziesemer; wer hatt sie gelehret, in kuriss reiten, in drabharnisch kempfen? S. Grunau preusz. chron. 2, 617; (der bürger) sol sain aigen trabharnasch haben und den in jarsfrist bestellen dipl. Habsburg. sec. xv ed. Chmel 283; und sol ein jeglich pfert sin der grOesse, das es einen gewönlichen man in gewönlichen trabeharnsch über velt ungeverlich ertragen möge (1473) privatbr. d. ma. 2, 176 Steinhausen; welcher burger ... bisz an hundert gulden wert narung hat, der sal synen trabeharnisch und syn handtgewerde ... haben und halten Frankf. zunfturk. 1, 3 Schmidt; zwaj schwarze trabharnisch mit sambt iren krAegen, das ain hat ain ganz haubtharnisch, das ander ain pucklhaumb hinden, und vorn mit angenAeten pantzer schrtzen, mer dabey sonst zween ledig pantzer schurtz (1479) Meidinger hist. chron. erzähl. (1802) 361; vgl. auch 368; chron. d. dtsch. städte 33, 401 anm.; dergleich an allen enden hieng trabharnisch an wenden gestrayfft und auszgeputzt H. Sachs 3, 244 Keller; anderes bei Fischer schwäb. wb. 2, 320; Baltzer Danzigs kriegswesen 15; v. Alten hdb. f. heer u. flotte 4, 721.
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschtrabharnischm.
Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg
trabharnisch , m. ( vgl. th. 2, sp. 1327 s. v. drafharnisch, wo eine nicht stichhaltige erklärung gegeben ist ): der vor…
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Cotta, M. (2026). „trabharnisch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/trabharnisch/dwb?formid=T07283
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Cotta, Marcel. „trabharnisch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/trabharnisch/dwb?formid=T07283. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „trabharnisch". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/trabharnisch/dwb?formid=T07283.
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