Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Totenbaum
Totenbaum, m.
wie Totensarg
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allso gab urteil und recht, das her P.v.H. solt enthoptet werden, fůrt man ein totdenboŭm ze Brisach ŭber die Rin brŭgg und lŭf ein grosse wellt hinŭßvor 1532 QSchweizRef. III 49
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das ein statt den kindtbetterinn die ladenn zun thottenbeumen wellindt schencken1566 Argovia 67 (1955) 228
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[todtengreber] soll ouch die alten laden von den alten todtenböumen nit in noch by der kilchen noch uff dem kilchhoff ... liggen laßen oder zetrochnen stellen1593 LuzernSTQ. IV 386 Faksimile
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die tischmacher sollend vom reichen für einen totenbaum nit mehr nemen als 5 ℔, vnd von den armen 4 ℔, vnd sollend die toten darein leggen1646 BadenArgStR. 310 Faksimile
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von mehrer anstendigkeit wegen ... soll mann die todtnen gebührendt besarchen, und wylen zu besorgen, daß etwan nit gnugsame mittel und holtz darzu zebekommen, könte die thalschafft von nun an zwen todtenböüm von liechten laden machen und beschlachen laßen, dise todtne allso hernach daruß zenemmen und in tieffe greber zu leggen1669 InterlakenR. 541 Faksimile
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[daß] auff der kinder todtenbeümblein keine kränz ... gehefft werden sollen ... bey straff 10 franckhen1688 Joner,ColmarNota. 13
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daß die selbstentleibte ... aus sonderen gnaden in einem totenbaum von vier männern abends ... vergraben werden solle1754 Moser-Nef,SGallen V 342