Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Tonband
Tonband
3Band n. (Plur. Bänder) oder (Plur. Bande) bezeichnet etw. zum Binden Dienendes, gewöhnlich einen Gewebestreifen eine ‘Bindung, enge Beziehung’ (vgl. zarte Bande) bzw. in gehobener, dichterischer Sprache ‘Fessel’. Ahd. bant ‘Fessel, Strick’ (8. Jh.), mhd. mnd. mnl. bant, asächs. nl. band, afries. anord. schwed. band gehen als neutrale bzw. maskuline Formen (germ. *banda-) auf einen alten ie. o-Stamm zurück, der die Funktion eines Nomen agentis zu dem unter binden (s. d.) behandelten Verb hat (‘etw., das bindet’), vergleichbar verwandtem aind. bandháḥ ‘Band, Fessel’; anders abgeleitet sind got. bandi f., asächs. bendi f., aengl. bend m. f. Bändel m. n. ‘schmales Band, Binde’, ahd. bentil m. (um 1000), mhd. mnd. bendel, Deminutivum zu Band (s. oben). Bandeisen n. ‘dünn gewalztes, bandförmiges Eisen’ (19. Jh.). Bandmaß n. ‘Meßband’ (20. Jh.). Bandscheibe f. Knorpelscheibe zwischen den Wirbelknochen (19. Jh.). Bandwurm m. im Darm schmarotzender langer Plattwurm (18. Jh.). Tonband n. ‘Magnetband für die Aufnahme von Schallwellen’ (20. Jh.).