tintarten, welche sie alle .. anrichten zu können vorgab. Hippel 1, 26; das im der tyufl aufs
tintnfas sitz! Raber
Sterzinger spiele 19, 114; er brachte federn und ein klein elffenbeinern dintefasz hervor.
polit. maulaffe 174; zu wünschen wehre, dasz alle dintenfässer und federn gleiches sinnes wehren, damit sie anders nichts schrieben, als was ihnen und gemeinem wesen beförderlich und verantwortlich fället. Butschky
Patm. 31 (16); eine schriftstellerin, welche nachts zu schreiben pflegte, sich von ihrem kammermädchen das dintenfasz halten liesz. Göthe
die guten frauen 12, 25
neudr.; es warf einst Luther, wie man spricht, sein tintenfasz dem teufel ins gesicht — ach gott! wie ändern sich die zeiten! jetzt schleudert mancher arge wicht sein tintenfasz nach wackern leuten. Langbein
ged. (1854) 3, 319; spritz, arme sepie, wehrloser
tintenfisch, die tinte nach dem feind, und in der trüb' entwisch! Rückert
brahm. 12, 46; (
ich) giesz aus dieser
tintenflasche schwarze tint' euch ins gesicht. Herder
Cid 33; sie verunstaltete das papier zuletzt mit einem
tintenfleck, der sie ärgerlich machte und nur gröszer wurde, indem sie ihn wegwischen wollte. Göthe 17, 26, tintfleck Hippel 1, 211; recept, tintenflecke ohne säuren aus leinwand wegzuwaschen. Lichtenberg 5, 295
f.; empörung ... steckt in dem
tintenglase! W. Müller 2, 42; tuot er vast und stark born mit der fedren in das
tintenhorn. teufels netz 7759; und halt mir da mein dintenhorn. Scheidt
Grobian. v. 91; was ist ein
dinten-junker? ein reicher ohne geld, ein kahler straszen-prunker, der etwa von Paris nur titel bringt zu haus, den huth auf einem ohr, im beutel eine laus. Rachel 4, 233; er hätte nach diesem bald ein mahler, bald ein priester, ... bald ein schreiber, bald ein hoffmann, bald ein
dintenklecker werden wollen. Weise
erzn. 106
neudr.; ein
dintenklecks ein böser streich. Göthe 2, 237; tintenklex G. Keller
ges. werke 1, 41,
schlesisch tintaklex Stoppe
ged. 2, 151; die schimmeldecke über einem
tintenmeere (
vgl. tintensee). G. Keller
ged. 2, 210; rundgeschwollne
tintenmolche. 211; ohne weiszes papier, ohne
tintenschwärze schrieb ich mein liebchen mir in das herze. A. Grün
ges. werke 5, 142; jetzt ist die deutsche flotte wieder nichts als der federkiel, der in die
tintensee sticht. Auerbach
ges. schriften 14, 174; er arbeitete die wilde
tintenskizze zu einer reinlichen landschaft um. Göthe
tageb. 3, 376
Weim.; wie mancher
dinten-strich verschonte deiner lieder, käm nur der selbst-betrug der ersten jugend wieder! Hagedorn
versuch 89 (13, 99); herr schulmeister, was haben sie da für einen furchtbaren tintenstrich durchs gesicht? Grabbe 2, 222; die dämmerung müszte um einige
tintenstufen (
s. 3) schwärzer werden. Lichtenberg 6, 71; was wunder die parteilichkeit schamloser kritikaster? — ihr frechen
tintenteufel seid die väter dieser laster! Langbein
ged. (1854) 4, 83;
tintentiegel, kärnt. tintentögel,
tintenfasz Lexer 62.