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Thunfisch

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Thunfisch

Bd. 19, Sp. 512
Thunfisch (Thynnus C. V.). Gattung der Stachelflosser aus der Familie der Makrelen (Scomberidae), große Fische mit gestrecktem, spindelförmigem Körper, nahe aneinander stehenden Rückenflossen, 8–10 falschen Flossen, zwischen der letzten Rückenflosse, bez. der Afterflosse und der großen halbmondförmig ausgeschnittenen Schwanzflosse, einem aus großen Schuppen gebildeten Brustpanzer und einem Kiel neben beiden Kanten des Schwanzstiels. Die Brustflossen sind großsichelförmig, die Bauchflossen viel kleiner. Der gemeine T. (T. vulgaris C. V.), 2–3 m, angeblich bis 4 m lang und 150–300, selbst 600 kg schwer, ist oberseits schwarzbläulich, am Brustpanzer weißblau, an den Seiten und am Bauch grau mit weißen Flecken und Bändern, die zweite Rücken- und die Afterflosse sind fleischfarben, die falschen Flossen schwefelgelb, schwarz gesäumt, bewohnt das Mittelmeer, auch den Atlantischen Ozean und das Schwarze Meer, geht nördlich bis England, selten bis Rügen, nährt sich von Fischen und Weichtieren, lebt in der Tiefe, nähert sich, um zu laichen, den Küsten und hält dabei, bisweilen in Herden von Tausenden, bestimmte Straßen ein. Er erscheint im April, laicht im Juni im Tang, und die Jungen erreichen noch im Oktober ein Gewicht von 1 kg. Die Thunfischerei wurde im Altertum hauptsächlich an der Straße von Gibraltar und im Hellespont und wird gegenwärtig besonders großartig an den italienischen Küsten betrieben. Man sperrt den Tieren die gewohnten Straßen mit sehr großen Netzen ab und erbeutet Tausende mit einemmal, indem man sie aus einer Kammer des Netzes in die andre treibt, bis sie sämtlich in der Totenkammer versammelt sind. Diese wird dann herausgezogen und der Fisch mit Keulen erschlagen. Das Fleisch ist sehr verschiedenartig, wird daher gut sortiert und eingesalzen, bildet aber wesentlich nur eine Speise der ärmern Klassen. Ein vielfach beliebtes hors d'œuvre ist T. à l'huile, gekochter T. in Öl eingelegt, den man mit pikanter kalter Sauce genießt. Verdorbenes Fleisch ist sehr schädlich. Aus der Leber gewinnt man Tran; aus Haut und Knochen kocht man Öl. Der Bonite (T. Pelamys L.), 80 cm lang, ein sehr schöner Fisch, auf dem Rücken und an den Seiten stahlblau, in Grün und Rot schillernd, am Bauche silbern mit braunen Streifen, lebt besonders im Atlantischen Ozean und folgt in Gesellschaft der Thune oft lange den Schiffen. Er nährt sich hauptsächlich von fliegenden Fischen; sein Fleisch ist nicht genießbar, soll sogar schädlich sein. Der Germon (Albacora, Albicore, T. alalonga C. V.), 1 m lang, mit sehr langen, sichelförmigen Brustflossen und weniger glänzend gefärbt, im Mittelmeer, Atlantischen und Stillen Ozean, wird im Mittelmeer und im Golf von Vizcaya viel gefangen und wie der T. verwertet. Sein Fleisch ist sehr schmackhaft.
2779 Zeichen · 31 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Thunfisch

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Thunfisch , des -es, plur. die -e, eine Art Makrelen, welche oben und unten acht Asterfinnen hat, ungefähr sieben Fu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Thunfisch

    Goethe-Wörterbuch

    Thunfisch [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Thunfisch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Thunfisch , s. Makrele .

  4. Spezial
    Thunfisch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Thun|fisch (Thunnus sp.) m. (-[e]s,-e) ‹itt› tono (toni) m.

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Wortbildung

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Zerlegung von thunfisch 2 Komponenten

thun+fisch

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