Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
th
th , es steht 1 1) organisch für gr. θ in den lehnwörtern theater, thema, theolog, theorbe, theriak, thron u. s. w. 2 2) unorganisch für t ( denn die Oberdeutschen haben die alte lingualaspirata th verloren und dafür den affricatadiphthong z, ʒ = ts angenommen ), wobei h vor oder nach langem oder gedehntem vocal nur ein dehnungszeichen ist (thun, that, noth = tuhn, taht, noht, wie früher auch geschrieben wurde ), ähnlich wie rh (rhat Opitz 1, 159 ) u. a.; oft dient es zur unterscheidung z. b. von tau und thau, ton und thon u. s. w. die neuere schulorthographie hat zwar viele dieser th ausgemer…