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tāvelrōne

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

tāvelrōne f.

Bd. 3-1, Sp. 761
tāfelrunde taffel-, tāvel-, tābel-, tāfelrunne, taffel-, tāvel-, tābel-, °tāvelrōne (Ub. Hildesh. 6, 371 u. ö.), f.: 1. die Tafelrunde von König Artus und seinen Rittern, „Jck hebbe ok gelesen vele schoner historien van koninck Artus van veelen synre ridderen vā der taffelrund de heer ywen vnde heer gewan heer langeholt heer tristran heer parcifall” (Lappenberg Buchdr. 8: Melusina). — 2. eine nach aristokratischem Vorbild urspr. durch die bürgerliche Oberschicht in den ostfälischen Städten (Magdeburg, dann auch Braunschweig Goslar Hildesheim u. a.) zu Pfingsten veranstaltete Feier mit Ritterspielen, Gralsfest, der rîkesten börger kinder dê plêgen dat spēl vȫrtõstânde in den pingsten als den rôlant den schildekenbôm t. und ander spēl dat nû de râtmann sülven vȫrstân (Chr. d. d. St. 7, 168). — 3. Ziel beim Stechen während der genannten Ritterspiele, wanne me up de t. rennet (Gosl. RV 1462; Harz-Zs. 42, 71 liest up der t.). — 4. anläßlich der genannten Feierlichkeiten aufgestellter aufwendig geschmückter Festbaum oder ähnl. Gestell (unklar ist ob später identisch mit dem schildekenbôm, vgl. d.), vȫr de t.n tô mâlende unde vrôveyenklê(i)dinge 7 f. (Ub. Hildesh. 5, 101), de t. unde Vrouwe Foye hebbet gekostet ȫver al 5​1⁄2 p. 8 s. (ebd. 6, 682), (an ihm wurden die Schilde der hochgestellten Festteilnehmer aufgehängt:) „1 mark mester Corde dem malere vor 1 schilt hertogen Hinrike tor tabelrunnen” (Brschw. KR 1447), vêre grōve nēgele tô den schilden an der t.n (Ub. Hildesh. 6, 767), (auch wurden Bilder Reime Spottverse auf Zeitereignisse daran befestigt:) „Ek beschuldeghe Herman, dat he my leit up de tafelrunnen malen to hone unde smaheyt, unde dat he unde sine husvruwe in orem huse na my leiten stoppen enen stroman, de se denne des andern daghes in den rym deden unde up der hut worpen, darinne my grot hone unde smacheyt schach” (Harz- Zs. 29, 41); vgl. °tāfelrulle. []tafelrundenbôm, ~rump
1933 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tāvelrōnef.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    tāfelrunde , taffel- , tāvel- , tābel- , tāfelrunne , taffel- , tāvel- , tābel- , ° tāvelrōne (Ub. Hildesh. 6, 371 u. ö.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tavelrone

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Zerlegung von tavelrone 2 Komponenten

tavel+rone

tavelrone setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — tavelrone kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „tavelrone". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tavelrone/mnwb?formid=T00122
MLA
Cotta, Marcel. „tavelrone". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tavelrone/mnwb?formid=T00122. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tavelrone". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tavelrone/mnwb?formid=T00122.
BibTeX
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