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Tauglichkeit

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Tauglichkeit

Tauglichkeit, f.

auch Tauge-
I Eignung, Befähigung (für ein Amt, eine Tätigkeit)
bdv.: Taugenlichheit, Tüchtigkeit (I)
  • eß soll auch khein frey-graf keinen freyschoͤffen machen, dann die das von rechts wegen werden moͤgen, und die solch ihr tauglichkheit durch genugsamb kundschafft fuͤrbringen
    1451 Biberach 194 Faksimile
  • [Übschr.:] uon tuglichait der richter
    Layensp. 1509 A 1v Faksimile
  • szo dan ... erkenthnus der thuglichkeit des predigers bey ... [den] prelaten stünde
    1522 MittOsterland 6 (1863/66) 45 Faksimile
  • teuglikait der gschaͤffthaber
    1536 Fuchsperger,Inst. b ijv Volltext (und Faksimile)
  • die vertraͤg haben gleich die krafft vnd würckung, so die erlangt vrtel vnd recht haben. vnd ist an dem gar nit gelegen, es werde ain sollicher vertrag bey der nacht oder dem tag auffgericht, vnd wirdet hierin allein die teugligkeit vnd bewilligung der personen angesehen
    1544 Perneder,Proz. 35v Volltext (und Faksimile)
  • daß dieselbige personen [beysitzer] nit auß gunst, practick oder sunst promoviert, sonder allein die tügligkeyt oder geschickligkeyt der personen angesehen werde
    1555 RKGO.(Laufs) I 4 § 3 Textarchiv: RKGO.(Laufs) I 4
  • [musterung:] geschickhlichkhait, erfarenhait und tauglichkhait zum khriegswesen
    1586 Veltzé,Stadtguardia 182
  • so balt ein schröttermeister angenohmen, soll er ... den schrodt, so von elff mann bestehet, ergäntzen undt keinen uff haß oder neidt darzu nehmen, sondern eintzig auff die tauglichkeit sehen
    1684 RheingauLändlRQ. 194
  • tauglichkeit der vorgeschlagenen ... rathsfreund oder anderen officianten
    1733 OÖsterr./ÖW. XII 341
II Rechtskraft, Rechtsgültigkeit; auch: rechtsgültige Form
III Nutzen, Brauchbarkeit, Wert
  • der grund des gemeinen preises ist an und vor sich selbst die taugligkeit einer sache oder geschäfftes
    1691 Pufendorf,Sittenlehre 310
IV Güte, Qualität
  • [das geringer saffran,] der an gestalt dem besten saffrann hat geleicht, dafür verkaufft worden und doch die substantz und tuglicheit desselben guten saffranns nit erraichen mogen
    15. Jh. NürnbPolO. 138 Faksimile
  • wenn zwischen dem kandidaten des meisterrechts und den handwerksvorstehern streit uͤber die tauglichkeit des meisterstuͤcks entsteht, so entscheidet die obrigkeit
    1801 RepRecht VIII 222 Faksimile

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tauglichkeit

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Tauglichkeit , plur. inusit. die Brauchbarkeit, die Anwesenheit der zu einer gewissen Absicht unentbehrlichen Bescha…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tauglichkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Tauglichkeit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Tauglichkeit

    Schweizerisches Idiotikon

    Tauglichkeit Band 12, Spalte 1104 Tauglichkeit 12,1104

  4. Spezial
    Tauglichkeit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Taug|lich|keit f. (-) abilité (-s) f. , idoneité (-s) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tauglichkeit

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von tauglichkeit 2 Analysen

tauglich + -keit

tauglichkeit leitet sich vom Lemma tauglich ab mit Suffix -keit.

Alternativen: taug+-lich+-keit

Ableitungen von tauglichkeit (1 von 1)

Untauglichkeit

GWB

Untauglichkeit [bisher nicht publizierter Wortartikel]