Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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tarrasz, m. n. , mhd. tërraʒ, tarraʒ (spätere formen tarris, terres Lexer 2, 1428), mnd. tarras, aus franz. terrace, ital. terrazzo, engl. terrace tarrace und terrass tarrass, mlat. terratia (s. terrasse). 11) erdaufwurf, wall, bastei, bollwerk, barrikade, propugnaculum (tarresz) Dief. 466b. Frisch 362b (tarris, tarres aus Tschudi 2, 389): ouch branten die tharras unde were uf dem grabin abe. Rothe dür. chron. cap. 782; er paut das geschlosz Newburg vast mit guotem tarrosz (var. tarrasz). städtechr. 4, 125, 6 zum jahre 1446; sie namen holzer, preter, vaʒ ... und machten tarras. M. Beheim buch v. d. Wienern 72, 27. daher die tarraszbüchse ein geschütz, das auf dem wall, auf dem bollwerk aufgestellt wurde Schm.2 1, 616. Lexer a. a. o. Schiller-Lübben 4, 512b. Weinhold schles. wb. 97a: ein tarresbucsz raisbuch vom jahre 1504 s. 61; die schütz (schüsse) usz den tarris-büchsen. Tschudi 2, 389a; er richtet all sein schlangen, tarratzpüchsen liesz er gan ains auf die andern, schosz auf den köng herdan. Uhland volksl. 174, 5 (vom j. 1505). bildlich: wann der tüffel vor dem slosz diner selen ligt, und dann schüszt mit den groszen wüsten darresbüchsen, das ist mit schantlichen wüsten gedenken dich anfichtet. Keisersberg bilg. 26c. 22) mhd. und md. erhöhter freier platz, erker, altan (s.terrasse) Lexer 2, 1428. 33) der tarrasz, tarasz, gewöhnlich trasz (aus nnl. tras, mnl. terras und tiras Kilian 555b), eine aus vulkanischen zersetzten gesteinen entstandene, besonders am Vesuv und bei Andernach am Rhein gefundene masse, die als baustein und gemahlen mit kalk als cement benutzt wird Oken 1, 522 ('der trasz oder tarrasz .. ist in frischem zustande ziemlich weich und wird, wie torf, mit spaten terrassenartig gestochen und an der luft getrocknet, daher der name' Karmarsch 2, 664): tarras, tras um Andernach und in der gegend zwischen Mainz und Köln. Jacobsson 4, 371; um Andernach war nichts als trasz, mühlstein und bimsstein zu haben. J. K. W. Voigt an Merck 1, 322; tarrasstein, cementum Benzler 2, 222.
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschtarraszm. n.
Grimm (DWB, 1854–1961)
tarrasz , m. n. , mhd. tërraʒ, tarraʒ ( spätere formen tarris, terres Lexer 2, 1428 ), mnd. tarras, aus franz. terrace, …
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Cotta, M. (2026). „tarrasz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tarrasz/dwb?formid=T01153
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Cotta, Marcel. „tarrasz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tarrasz/dwb?formid=T01153. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „tarrasz". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tarrasz/dwb?formid=T01153.
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