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tappig

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

tappig Adj.

Bd. 2, Sp. 99
tappig, täppig Adj.: 1. 'ungeschickt, unbeholfen, täppisch, tölpelhaft', tappich, -isch (tabiχ, -iš) [WPf (außer Ost-PS) NPf (außer Ost-KB) NW-Gönnh verbr. Don Gal Buch], dappich, -isch (dabiχ, -iš) [VPf Ost-KB Ost-PS PS-O'simt KU-Hundh ZW-Battw Bechhf RO-Obd Dielkch Lambert Penns 36 (auch tappisch) Danner Penns 161], däppich, -isch (dębiχ, -iš) [KU-Rothsbg RO-Lettw FR-Albsh Tiefth BZ-Dernb Albw]; vgl. täpelig, tapert, tapertsig, tapig, tapperig, tappezig, tappisch. Syn. s. überzwerch. Der stellt sich emol dappich an! [BZ-Dernb KU-Schmittw/O]. Er hot eⁿ dabbischi Hand, wer sich bei der Arbeit ungeschickt anstellt [LU-Alsh]. Der hat awwer en dappicheʳ Gang! [PS-Erfw]. Der isch dappich wie'n junger Hund [GH-Max'au, verbr.]. Ich kann der nimmi zugucke, wann äns sou dappich esch [NW-Gimmdg]. So dappisch, un schun e Trikot aaⁿ!, Ausdruck des Unmuts über einen schlechten Fußballspieler [Rheinpfalz 28. 1. 1967]. Von einem alten Menschen heißt es: Er esch alt un dappich wore [BZ-Dernb GH-Schwegh]. Das Dorfkind ist im Vergleich zum Stadtkind dappich [ZW-Battw]. So e dappicheʳ Mensch, dappicheʳ Keʳl [SP-Heiligst, allg.], e dappischeʳ Hund [KB-Morschh, verbr.], e dappisches Kuhkalb [PS-O'simt], e dappich Rindvieh [NW-Gimmdg], e dappicheʳ Bauer [RO-Dielkch, verbr.], e dappischeʳ Jockel [LA-Leinsw], e dappich Ding, von einem unbeholfenen Mädchen [PS-Erfw]. Des is e Tappich [KU-Schmittw/O], e Dappich [PS-Dahn], e Dappisch [FR-Colgst NW-Lambr], e Tappicheʳ [KL-Ramst], e Dappicheʳ [verbr.], e Dappischeʳ [RO-Ruppeck FR-Studh A'lein]. RA.: Dumm gebor, dappisch geschockelt 'gewiegt' [RO-Dielkch PS-O'simt] Net so dumm wie dappich, un net so dappich wie schlappich [Fogel Prov. Penns. Nr. 397]. — 2.a. persönlich. α. 'einfältig, kindisch', vom alternden Menschen. Der is schun ganz däppisch [KB-Bubh BZ-Dernb]. — β. 'dumm, verständnislos'; dappich gucke 'dumm dreinschauen' [verbr. mittl. VPf Hartmann Unkel 8], vgl. täpisch. Zs. dummtappig. — γ. e dappisch Dier, von einer störrischen Frau [LU-Friesh]. — δ. 'taumelig, verwirrt'. Er esch dappisch g'schlache [LA-Wollmh]. Mer is's ganz dappich im Kopp [LU-Alsh]. — ε. 'verrückt', dappich [FR-Roxh]. Zs. andert- halbtappig. — b. sachlich, 'verkehrt, unangenehm'. Mer meent grad, der Philp mit seim wehleedige Versel 'Vers, Gedicht' hätt e Ahnung ghatt, daß ebbes Dabbiches dezwische kumme muß [Hartmann Unkel 31]. — F.: Zum Anlaut t-/d- vgl. tappen. Die Endsilbe -iš ist für Don Gal Buch nicht belegt; sie ist wohl nur eine jüngere lautliche Variante von -iχ, eine häufige Erscheinung nach hellem Vokal, wie z. B. dišdiš 'tüchtig', ręšd 'recht', raišərə 'räuchern'. — Südhess. I 1373/74; Rhein. VIII 1067; Els. II 700; Bad. I 422/23.
2755 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    tappigadj. und adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    tappig , täppig , tappicht , adj. und adv. 1 1) mit tappen versehen und damit tappend: die schwertapigen und greiffklaui…

  2. modern
    Dialekt
    tappig

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    tappig Band 3, Spalte 3,1224f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tappig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von tappig

tapp + -ig

tappig leitet sich vom Lemma tapp ab mit Suffix -ig.

tappig‑ als Erstglied (1 von 1)

Tappigkeit

PfWB

tappig·keit

Tappigkeit f. : ' Ungeschicktheit '. Dappichkeit veʳloß mich net!, wenn sich einer dumm anstellt [ KB-Bischh ]. Südhess. I 1374 .