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talpen

nhd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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8
Verweise raus
2

Eintrag · Rheinisches Wb.

talpen

Bd. 8, Sp. 1046
talpen das Wort beginnt lrhn. an der Mos in May-Hatzenport u. zieht sich dann über May, Aden, hier sich erbreiternd, Ahrw, Schleid, Monsch durch das ganze LRip, anschliessend SNfrk in Neuss, Grevbr, MGladb, Kref, Kemp, abseits Heinsb-Wassenbg; rrhn. beginnt es in Neuw-Dattenbg Unkel u. geht durch kurköln. Neuw, Sieg, MülhRh nach Sol, Düss hinein, u. zwar taləpən [-ǫ- Dür-Nideggen, Kemp-Stdt; daləpə Bo-Alfter, Jül-Tetz] schw.: 1. intrans. a. schwerfällig, plump, mit hochgehobenen Füssen, laut gehen; ungeschickt treten, schreiten, so dass jeder Tritt zwei Laute erzeugt, dabei Gras, Getreide udgl. niedertretend; durch Morast, feuchte Wiesen, nassen Boden gehen, wobei der Schmutz an den Schuhen haften bleibt; ungeschickt, tastend gehen, im Dunkel der Nacht den Weg suchend (em Düstere t.); do erömt.; erus-, eren-, eraft.; us der Stuff t.; en de Schervele t.; angetalp kunn; he talpt sich iehrlech durch de Welt Allg. RA.: De talp wie e Perd Dür. Dat domme Dröck (Gertrud) dalp do dorch dat dreckliche Dörp Schnellsprechübung Bo-Alfter. — b. nachts nicht schlafen können; mühevoll schaffen u. sorgen; mühsam u. ohne besonderen Erfolg arbeiten; leiden, elend leben; de Kranke talpt all lang; de es och vam T. af er ist gestorben Grevbr, MGladb; sich t. nicht recht vorwärtskommen Grevbr-Wickr. — 2. trans. a. etwas kapot t., z. B. die Schuhe; etwas niddert., z. B. Gras, Getreide Allg. — b. der Hahn talp et Hohn tritt, befruchtet es Bergh, Dür, Jül, Erk-Körrenz. RA.: Es mer ene Hahn, moss mer dalpe Jül-Tetz. — c. einen t., ohrfeigen, prügeln; ech han en getalp, han se em g.; ene (se) getalpt krige; der krit es g. Rip in Sieg, Eusk, Rheinb, Köln, Bergh, Dür, Monsch. — d. einen t., ihm kurz u. gröbl. das Wort abschneiden, ihn schroff zurechtweisen Eusk, Rheinb. — Abl.: die Talperei, dat Getalp(s), der Talper.
1859 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Talpenv., intrs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Talpen , v. intrs . 1) Graben. 2) I der Schweiz, langsam arbeiten; wie auch, eine Arbeit ungeschickt vornehmen. 2) Mit…

  2. modern
    Dialekt
    Talpen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Talpe n [Tàlpə u. Tàlwə Osenb. ] m. Pl. grosse Fusstapfen. A n de n Talwe n nach den Fusstapfen zu schliessen is t das n…

  3. Sprichwörter
    Talpen

    Wander (Sprichwörter)

    Talpen Den Talpen (hinterrücks) geben. – Gotthelf, Bauernspiegel, 93. Der Talpen = Tatze von dem Zeitwort talpen = langs…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit talpen

8 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von talpen 2 Komponenten

tal+pen

talpen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

talpen‑ als Erstglied (5 von 5)

talpenninc

MNWB

tal·penninc

talpenninc , tāl- ( tahl- , taͤl- ), -pennic , m. ( Gen. Sg. -ges ; Pl. -ge ): 1. Münzimitat oder kleine Scheibe mit dem auf dem Rechenbrett…

Talpentreter

RhWB

talpen·treter

Talpen-treter taləpətrE·ə.nər Erk-Körrenz m.: verächtl. einer, der umherstapst.

Ableitungen von talpen (3 von 3)

vertalpen

ElsWB

vertalpe n [fərtâlpə Obbruck ] zertreten. Die Lumpe n buewe n hä n m i r s Gras vertalpt. Vgl. vertalke n . — Basel 71.

zertalpen

RhWB

zer-talpen: 1. vert. 1. — 2. sich z., immerfort, zum Ärger anderer talpen.