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tagge

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
4 in 4 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

tagge m.

Bd. 3-1, Sp. 764
tagge m. (Pl. -n): 1. (an Pflanzen:) Spitze von Stachel oder Dorn, „Tagghe alse dat scarpe des dornes spina” (Voc. Strals. ed. Damme 403), êne dōrnenkrônen ... dâr twê unde sȫventich scharpe t.n an sêten dê ēm in sîn hö̂vet gedrücket worden (SL 4, 505: Brem. lib. pr.). — 2. (an Tieren:) Stachel, „Ruch van taggen alse en eghel efte eghede hispidus” (Voc. Strals. ed. Damme 353). — 3. Spitze des Geweihs, Geweihende, „Rami cornuum, taggen an den hoͤrnen” (Chytr. 348). — 4. spitzer Metallstift, geysselen dê hadden îserne t.n dê wêren ênes halven lēdes lanc (Jungmark 38, Anm. 6, Var. zu stift). — 5. Zacke am Spornrädchen, dat spārenrat is ên dôrenrat dat ses scharpe t.n an sik hat (Nd. Jb. 16, 33: Radb.). — 6. Klinge am Rad des Streitwagens, des Sichelwagens im AT, de cananeyen brûken wāgene mit îseren t.n beslāgen (Lüb. Bibel Jos. 17, 16; Köln., Halberst.: îseren wāgen). — 7. knotenartige Erweiterung der Venen im Mastdarm, Hämorrhoide, dat blôt wert balde dampich de artêrien wērden vul sandiger dampiger mâterien und wert morphea rubra dãrût und vûl schāden am ganzen lîve alse t.n edder vîgewarten (Meigerius 1, Q 4); — vgl. 1tacke.
1161 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    taggeM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    tagge , M. nhd. Zacke, Dornenspitze, Stachel, Spitze von Stachel, Geweihspitze, Geweihende, spitzer Metallstift, Zacke a…

  2. modern
    Dialekt
    Taggef.

    Westfälisches Wb.

    Tagge f. [Isl] streitsüchtige, zänkische Frau. ¶ Vgl. RhWb 9,685: zacheln ; NdsWb 12,12: tāgeln¹, tākeln, zāgeln ; HnVwb…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tagge

42 Bildungen · 39 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

tagge‑ als Erstglied (30 von 39)

Tagge-s

WWB

Tagge-as n. jmd., der viel schimpft ( Bek Al).

taggebäude

DWB

tag·gebaeude

taggebäude , n. bergmännisch im gegensatz zum grubengebäude jede auf der erdoberfläche (tag B, 2) befindliche und zu einem bergwerk gehörige…

Taggebet

Campe

tagge·bet

Das Taggebet , — es, Mz. — e , ein Gebet, welches am Tage verrichtet wird. M. Kramer.

taggebirge

DWB

tagge·birge

taggebirge , n. bergmännisch die erdoberfläche (tag B, 2) Veith 219 ; das gestein, welches eine in nicht bedeutender tiefe unter der erdober…

taggedanke

DWB

tagge·danke

taggedanke , m. was tagesgedanke: über alles war ihm Röschen theuer, war sein taggedanke, war sein traum. Hölty 42 Halm.

taggehänge

DWB

tagge·haenge

taggehänge , n. bergmännisch gänge, flötze und klüfte, die unter der dammerde liegen und nicht weit in die tiefe sich fortsetzen. Chemn. ber…

taggehaftich

KöblerMnd

taggehaftich , Adj. nhd. mit Stacheln besetzt E.: s. tagge, haftich L.: MndHwb 3, 764 (taggachtich) Son.: örtlich beschränkt

taggeist

DWB

tagg·eist

taggeist , m. was tagesgeist; bei tag spukender geist: bald glaubt man an das gespenst, bald nicht, .. und das ist wohl der spasz an diesem …

Taggel I

Idiotikon

Taggel I Band 12, Spalte 1146 Taggel I 12,1146

Taggel II

Idiotikon

Taggel II Band 12, Spalte 1147 Taggel II 12,1147

Taggel III

Idiotikon

Taggel III Band 12, Spalte 1147 Taggel III 12,1147

Taggelage

DRW

tagge·lage

Taggelage, n. Trinkgelage bei Tag bdv.: Tagzeche daß auch kein wirth oder andere gasthaltere keine gastungen, tag- und nacht-gelache zu halt…

Taggeld

Campe

tag·geld

Taggeld , — es, Mz. — er , dasjenige Geld, welches man auf einen Tag für ein Geschäft, für eine Arbeit, die man in einem Tage verrichtet, be…

Taggelder

Meyers

tagg·elder

Taggelder ( Tagegelder ), soviel wie Diäten (s. d.). Im deutschen Heere Reisegebührnisse neben den Fuhrkosten, werden für die Tage der Reise…

taggelich

RhWB

tagge·lich

taggelich -ag-, –ę- Sieg Adj.: 1. t. gohn mit krummen Beinen gehen. — 2. schwach auf den Beinen, schwächlich.

Taggelmännchen

RhWB

Taggel-männchen Sieg-Honnef n.: 1. kosend, ein Kind, das gehen lernt. — 2. verächtl. einer, der krummbeinig geht; tagəman Köln-Stdt , Bergh-…

taggeln

RhWB

tagg·eln

taggeln -ag-, –ę-, –k- Allg. schw.: krummbeinig gehen; gehen wie ein Kind, das erst gehen gelernt hat.

Taggelsbeine

RhWB

Taggels-beine (s. S.) Allg. [ taksələ- Neuw-Unkel ; taks- Eup , Mörs-Neuk ] Pl.: verächtl. krumme B.; de kromme Kerl met sing T.

Taggelsgang

RhWB

Taggels-gang Köln m.: verächtl. Gangart wie die eines Tackels.

Taggelsmann

RhWB

Taggels-mann Köln-Frechen m.: verächtl. Krummbeiniger.

taggemälde

DWB

tag·gemaelde

taggemälde , n. : mahler, die die wirkung der beleuchtung verstehen, und keine taggemälde machen, die bei lichte grau und unkräftig werden. …

taggenosse

DWB

taggen·osse

taggenosse , m. genosse bei tag: du ( der schmerz ), wenn mir alle taggenossen schwinden, hältst bei mir aus, in schlummer singst du mich, u…

Taggerīe

WWB

tagge·rie

Taggerīe f. [verstr.] 1. Streit, Zank, Zankerei, Gezänk. — 2. Schimpferei ( Bek Al).

taggerölle

DWB

tag·geroelle

taggerölle , n. bergmännisch die anhäufung von durch verwitterung zerfallenen, oder durch anschwemmung herbeigeführten gesteinstrümmern Sche…

tagge als Zweitglied (3 von 3)

dōrnetagge

KöblerMnd

dōrnetagge , M. nhd. Dornzacke Hw.: s. dōrntagge E.: s. dōrn, tagge L.: MndHwb 1, 456 (dōrn[e]tagge)

dōrntagge

KöblerMnd

dōrntagge , M. nhd. Dornzacke Hw.: s. dōrnetagge E.: s. dōrn, tagge L.: MndHwb 1, 456 (dōrn[e]tagge)