Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
täuben
täuben, v.
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hweer soe thi man dulghet werth up thet haud, daweth thet are aldeerfan, soe is thio bote viij-hal pund [wenn ein Mann oben am Kopfe verletzt wird und sein Ohr dadurch taub wird, so ist die Buße 7 1/2 Pfund]14. Jh. (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 462 Textarchiv: WesterlauwersR. I 462
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efft jenichman schaden krege, dar he lame lede aff klagede edder douet scholde wesen in sinen orenDithmLR. 1539 Art. 56 § 2 Faksimile
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woll wundeth wardt vp dat houedt, douedt dath ohr dar van, so js de bothe veertein drimmenmarck2. Hälfte 16. Jh. OstfriesRQ. 201
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weler muͥller, meister oder kneͣcht, sinen wagen fuͤret in vnser stat vnd den nit besorgett in semlicher maß, dz das brett slottret vnd die luͥt toͤibet, dz der x ß stoͤbler vnsrem seckelmeister geben sol1444 BernStR. I 184
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mit welchen worten als sy offt die oren ires mannes getöubt hatt, satzt er im für, ze erkunnen, ob er sy uß der hutt bringen möcht1486 BiblLitV. 118 S. 134
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domit es gleichmessig gehalten das die vrtheiler durch die redner oder mitcleger nit gejrrt oder getaubt werden, setzen ... wir das die redner oder mitcleger ausserhalb der schrannen, die zu hegung des gerichts gemacht sein, steen sollen1512 FrkLGRef. A iijv Volltext (und Faksimile)
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ward das touben des beurischen volcks ... abgestelt, also das yede herttstatt ... sechs gulde strauffgelt geben muͤstum 1530 Mone,QS. II 50 Faksimile
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[es] liefen die buͤrger, so der nachtversamlung nit beygewohnet, neben dem stadtvolk und der handwerkspursche zusammen, griffen zur wehr ... sie wurden aber vom D. und O. mit versicherung, daß keine gefahr vorhanden, getaͤubet1668 Fugger,Ehrensp. 715 Faksimile
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erhube sich ... durch ein ringer ursache ein auflauf und widerwille zwischen den buͤrgern und teutschen kriegsknechten, die buͤrger wurden vom raht zeitlich getaͤubet1668 Fugger,Ehrensp. 959 Faksimile
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flagellator dicit: von dem richter ist uns erleubet / mer soln en strichen, das he teubet!1501? Froning III 723
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sy wolden den grafen toube[n]nach 1477 Stolle,ThürChr.(Thiele) 238
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und habe dir den schlag bei das heubt / damit sei dein leben geteubt / als du verdienet hast auf erden1480 Keller,Fastnsp. II 937
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wenn diese zwen feinde geteubt und erlegt sein, hat das gesetz nimmer zu beschuldigen1562 Mathesius,Sarepta 295r
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das hechtstechen und auf dem eis schlagen oder teuben, auch die laiche auszufangen, [soll] gentzlich verboten seyn1572 ArchFischG. 4 (1914) 58