Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
sunderlîche adv.
1. abgesondert, besonders, einzeln, für sich. er fuort in sunderlîchen dan bei seite Mel. 6897. — man sol iʒ nimmer sunderlîchen nemen ân ander erznîe arzneib. D. 181. 185. 192. man grüeʒet sunderlîchen die künege und ir man Nib. 1676,3. jane sol ich iu der mære sunderlîche niht gesagen nicht jedem einzelnen kl. 3693 Ho. si truogen ir helm sunderlîch jeder auf seine weise frauend. 298,1. mit manegem vogel sunderlîch genatûret wunderlîch Mart. 2. b. dise sich hielden sunderlîch nahmen eine abgesonderte stellung ein Ludw. kreuzf. 568. der dâ sunderlîch het sîn poulûn das. 954. si schreibent sunderleichen von in paiden Megb. 201,31. 314,18. von ir ieglîcher wære gar vil unde gar lanc sunderlîchen ze sagenne Bert. 388,8 u. m. alsô bistu ouch schuldich worden von igelîcher sunde sunderlîche Leys. pred. 32,8. ein iclîcher wart sunderlîchen bestatet in sîner zelle myst. 141,24. — den hof den er sîme sone sunderlîch ausschliesslich eigen gegeben hatte in sîne gewere Kulm. r. 4,26. daʒ er mir mîne widemen gebe, dâ von ich sunderlîche lebe Elisab. 437.
2. insbesondere, vorzüglich. got hât iuch sunderlîche gehêret MS. 2, 97. b. den got sunderlîch ûʒ las Pass. K. 99,2. vgl. 7,53. 388,4. Crane 4127 u. anm. Griesh. pred. 2,83. 138. Erlös. 1896. Karlm. 322,13. Bon. 73,43. Teichn. 150. 170. Ludw. 3,26. 34,3. Megb. 5,21. 246,31. — daʒ si hiute aller sünderlichost ze begânde ist Pf. Germ. 7,344.