Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Suhle
Suhle
suhlen Vb. ‘sich im Schlamm wälzen’, ahd. bisullen (Hs. 12. Jh.), mhd. süln, suln ‘besudeln’ (s. sielen), aengl. sylian ‘beschmutzen’ und ablautendes got. bisauljan ‘beflecken’, schwed. (mundartlich) saula ‘beschmutzen’ lassen sich mit ahd. gisol (um 800), sol (9. Jh.) ‘Kotlache’, mhd. sol, söl, mnd. sȫle ‘Schlamm, Schmutz, Dreck’, aengl. sol ‘Schlamm, Pfütze’, lit. sulà ‘abfließender Baumsaft’, lett. sula ‘Saft’, apreuß. sulo ‘geronnene Milch’ auf eine l-Erweiterung der unter saugen und saufen (s. d.) angegebenen, einen tropfenden, saugenden, schlürfenden Laut nachahmenden Wurzel ie. *seu-, *sū- zurückführen. suhlen ist heute vorwiegend in der Jägersprache gebräuchlich im Sinne von ‘sich im Schlamm, in einer Suhle wälzen’ (von Rot- und Schwarzwild). – Suhle f. ‘sumpfige Stelle im Wald, Kotlache’, im 17. Jh. aus dem Verb rückgebildet.