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süffig

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

süffig

süffig

saufen Vb. ‘trinken’ (vom Vieh), ‘unmäßig trinken, Alkohol zu sich nehmen’ (derb), ahd. sūfan (9. Jh.), mhd. sūfen ‘schlürfen, trinken’, mnd. mnl. sūpen, nl. zuipen, aengl. sūpan, engl. to sup, anord. sūpa, schwed. supa (germ. *sūpan). Herkunft ungesichert. Das Verb kann mit den unter Suppe und seufzen (s. d.) genannten Formen sowie mit aind. sū́paḥ ‘Brühe, Suppe’ und aslaw. sъsati, russ. sosát’ (сосать) ‘saugen’ an eine mit Labial erweiterte (ie. *seub-, *sūb- bzw. *seup-, *sūp-) lautmalende Wurzel ie. *seu-, *seu̯ə-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ angeschlossen werden (wozu auch mit Guttural erweitertes saugen, s. d.). Die alte Bedeutung ‘schlürfen’ (vgl. noch engl. to sup ‘schlürfen, in kleinen Schlucken trinken, nippen’) entwickelt sich im 16. Jh. zu ‘hastig und viel, maßlos trinken’ (besonders Alkohol). Als Intensivum abgeleitet supfen Vb. ‘schlürfend trinken’ (15. Jh.), süpfeln Vb. (16. Jh.). Säufer m. ‘wer sich (regelmäßig) betrinkt’ (16. Jh.). Sauferei f. ‘Trinkgelage’ (15. Jh.). Saufaus m. ‘Trunkenbold’, imperativischer Satzname (Hans Sauffauß, 1595), nd. Sūpūt. besaufen Vb. (reflexiv) ‘sich betrinken’, dazu besoffen Part.adj. ‘betrunken’ (16. Jh.). versaufen Vb. ‘versinken, ertrinken’, mhd. versūfen; dagegen ahd. firsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.); dann ‘mit Trinken durchbringen’ (15. Jh.), dazu versoffen Part.adj. ‘durch Saufen heruntergekommen, dem Alkohol ergeben’ (16. Jh.). ersaufen Vb. ‘in der Flut umkommen, ertrinken’ (16. Jh.); vgl. mhd. ersoffen ‘betrunken’, ahd. irsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.). Dazu im 16. Jh. das umgelautete Kausativum ersäufen Vb. ‘versenken, ertränken’, mhd. ersoufen; dafür ahd. bisoufen (um 800). Suff m. (mit der Nebenform Soff, s. Gesöff) ‘Trunksucht, Alkoholrausch, Betrunkenheit’ (17. Jh.). süffig Adj. ‘angenehm, leicht zu trinken, wohlschmeckend’ (19. Jh.), älter ‘trunkliebend, dem Trinken ergeben’ (16. Jh.). süffeln Vb. ‘mit Genuß trinken’ (19. Jh.).
1962 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    süffig

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    saufen Vb. ‘trinken’ (vom Vieh), ‘unmäßig trinken, Alkohol zu sich nehmen’ (derb), ahd. sūfan (9. Jh.), mhd. sūfen ‘schl…

  2. modern
    Dialekt
    süffigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    süffig Adj. : 1. 'gut zu trinken, wohlschmeckend', bes. von Wein, Bier, siffich, siffisch [verbr.], siffig [mancherorts …

  3. Spezial
    süffig

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    süffig приятный на вкус (о напитках) süffiger Wein - лёгкое вино

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sueffig

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von sueffig

sueff + -ig

sueffig leitet sich vom Lemma sueff ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von sueffig 2 Komponenten

suf+fig

sueffig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sueffig‑ als Erstglied (2 von 2)

Süffigierende Sprachen

Meyers

Süffigierende Sprachen , Sprachen, welche die grammatischen Beziehungen nur durch am Schlusse der Wörter angefügte Silben ( Suffixe ) bezeic…

süffigkeit

DWB

sueffig·keit

süffigkeit , f. , angenehme trinkbarkeit, zu süffig 2. hier konkretisiert: ich werde süffigkeiten thun in die getränke, ich werde ein wohlge…

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APA
Cotta, M. (2026). „sueffig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sueffig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „sueffig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sueffig/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sueffig". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sueffig/pfeifer_etym.
BibTeX
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