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¹stûven

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
8 in 5 Wb.
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2

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

¹stûven stv.

Bd. 3-1, Sp. 577
1stûven stv. (3. Sing. Präs. stü̂ft stüft; Prät. stôf, stōven [stāven]; Part. Prät. [ge]stōven [-stāven] °gestūven [Hartich Sierk 152]), I. aufwirbeln, stieben, abs. oder mit präpos. Best. der Richtung oder mit Richtungsadv., 1. a) vom Aufwirbeln, Herumfliegen von losem Sand oder Straßenstaub, den melme in den velde s. sên als Zeichen für das Herannahen feindlicher Kriegerscharen, von Asche (āmer, asche, grûde) oder Kleie, Mehl; s. up stäuben, sich ablagern auf, êneme in de ôgen s., von Schnee: wirbeln, stieben, in der Luft treiben; vom Hochfliegen, Herumfliegen leichter Teilchen wie loser Halme, Spreu, Pollen von Gräsern, Wollflocken, Federn s. up c. A. r., in de []lucht (int hôch), abs. ȫveral s.; bildl. dat de vēderen s. von der Wirkung eines energischen Auftretens; von Funken: sprühen, stieben, bildl. dat de vunken ût den ôgen stōven als Wirkung einer tätlichen Auseinandersetzung, ähnl. als Drohung, de vunken schȫlen van ēnen s.; ebenso von Flammen: s. ût (van) schlagen aus, in de lucht s. hoch auflodern, auch: ȫver ... hēr s. hinweglodern über; auf das Feuer selbst bezogen: rennen dat dat vü̂r ût den stê(i)nen stü̂ft durch den Hufschlag der Pferde; b) vom Wegspringen, Wegfliegen von Splittern, Trümmern, von ander s., s. ȫver hinweggeschleudert werden über, auch von Mauern die unter Beschuß liegen und zusammenstürzen; von Flüssigem: (bêr beim Schlag auf den Tisch) êneme ümme dat hö̂vet s. spritzen, (Speichel:) ȫver de spîse s. spritzen, sprühen über; c) von tierischer und menschlicher Bewegung (Mücken, Bienen:) schwärmen, schwirren, auffliegen; (Reiterscharen:) s. ût (up) hervorsprengen aus, sprengen, anstürmen gegen; °(Küstenbewohner in Wassersnot:) up de gê(i)st (das trockene Land) s. in Scharen flüchten, stürzen, strömen nach (Westphalen 4, 3130). — Formelhaft in der Vbdg. s. unde vlêgen, „alle dat stuft unde vlucht” (NS. 125) alles was Leben hat, sich bewegt, meist in der Form (ge)stōven unde (ge)vlōgen (Dinge:) abhanden gekommen, (Personen:) verschwunden, nicht wēten wôr se (ge)stōven unde (ge)vlōgen sîn nicht wissen wo sie geblieben sind. 2. Staub von sich geben, stäuben. °II. trans. (strik) entwê s. durchbeißen, zernagen (Seelmann G. v. M. 25 von der Maus die den Löwen befreit).
2247 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stuvensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    stuven , sw. V. Vw.: s. stūven (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stuvenv., ntr

    Campe (1807–1813)

    † Stuven , v. ntr . mit haben , im N. D. stauben.

  3. modern
    Dialekt
    stuvenPart.

    Mecklenburgisches Wb.

    stuven a. Spr. stutzen: frondator 'de de BOeme reiniget edder stuvet' Chytr. 54; Part. Prät. : 'dat groteste ambolth, oc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuven

7 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

stuven‑ als Erstglied (3 von 3)

stūvendêrne

MNWB

stuven·derne

+* stūvendêrne , f. , Stubenmädchen als Bedienstete (Lauremberg ed. Lappenberg 22).

stuven II

RhWB

stuven II -ū:- = schmoren s. stuben II;

stuven als Zweitglied (3 von 3)

bestûven

MNWB

bes·tuven

bestûven , stv. , bestauben, staubig machen. — Part. prt.

vorstûven

MNWB

vors·tuven

vorstûven , stv. ( Part. prät. vorstōven -stāven), auseinanderstieben, verfliegen.

Ableitungen von stuven (1 von 1)

bestûven

MNWB

bestûven , stv. , bestauben, staubig machen. — Part. prt.