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stübich

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stübich m. n.

Bd. 20, Sp. 192
stübich, m. n. , packfasz, tonne, ein oberdeutsches wort. das genus schwankt sowohl in den historischen belegen (s. u.) wie in den mundarten. als masc. bei Vilmar nachtr. 292; Fischer schwäb. 5, 1896; Unger-Khull 586a; Hintner Defregg. 228. als neutr. Schmeller 2, 721; Schmid schwäb. 515; Martin-Lienhart 2, 571a. anscheinend ableitung zu dem freilich kaum bezeugten stüppe: in denen stüppen, darinn man saltz fret Ryff regim. d. gesundh. (1544) 67b. mit stauf (th. 10, 2, 1169) stof (th. 10, 3, 140) stop (th. 10, 3, 305) und 2stübchen (s. sp. 156) bildet es eine sippe. neben dem regulären plural stübich, auch stübichen, begegnet vereinzelt stüppicher, stippicher H. J. Breuning orient. reysz (1612) 293; Frischlin instruction (1660) 23; bei Schempp feldzug in Ungarn 287 (a. d. j. 1664). im singular auch stubk J. v. Watt 2, 371 Götzinger, weitere formen s. u. und bei Fischer schwäb. a. a. o. 11) die historischen belege setzen bereits im mittelhochdeutschen ein: ir solt ze vierzec metzen einen stübich setzen ze hove neben an die stiege Seifried Helbling 2, 322 Seemüller; vgl. 2, 337; item hab 7 stüber für ein stübig geben Dürer tageb. 89; ebenso 76. lexikalisch seit dem frühen 15. jh.: Dief. nov. gl. 349b s. v. stopa; stubicht, ... stubichtfasz Kramer 2 (1702) 1018b. neben verwandten begriffen: stübichen, melkgelten Fischart Garg. 123 ndr.; wer gibt stüppich und karnier? Hoffmann v. F. findl. 259 a. d. j. 1621; mit stüppich und fässer wohl geladene schiff zeitschr. d.-hist. ver. f. Schwaben 3, 215; allerhand lästerliche gottesfluoch hauffenweisz in tonnen und stippichen J. A. Cellius buszspiegel (1615) 68; in stüppichen und raisztruehen S. Bürster schwed. kr. 7 Weech; haben ... die diebsvögel und mauszköpfe ... den güterwägen oder beladenen schiffen auffgepasset, sich derselben bemächtiget, darauff kisten, ballen, stübich etc. auffgehawen J. Schmidt göttl. friedenscondition (1641) 185. die weite sachliche verwendungsmöglichkeit entspricht der des nd. tonne (s. d.) mit dem unterschied, dasz stübich nie zur aufbewahrung von flüssigkeiten verwendet wird und auch als maszbezeichnung nicht begegnet. häufig bei lebensmitteln: ain stüebich zm muoesztraid Zingerle invent. 13; das mehl ... von halb kernen und halb rocken trocken ausgemahlen, in gute stippich eingeschlagen Reyscher slg. württemb. gesetze 19, 347; dasz dieselben (felchen) auch eingesalzen und in stippcher geschlagen werden (1790) Stoffel fischereiverh. d. Bodensees 336; von ainem stübich nuzze ainen pfenninch ... von aime stübich pyrun oder epfel ainen pfenninch (als zoll) stadtb. v. Augsburg 26, vgl. ebda 31; 131; bei geräten, waffen, büchern u. s. w.: ein ganzen stübich vol Steinbacher messer Schade sat. u. pasqu. 2, 63; stybich, halb mit pfeylen Zingerle invent. 106; 1 zentner 35 pfunt pulver in einem fass und in einem stübich städtechron. 2, 296; beschlüszlich kann ich ... nicht bergen, dasz mir ein stippich mit büchern ... durch die saemer (säumer) verleget worden N. Frischlin bei Truber br. 532 lit. ver.; die gschriebnen zettel allgemein ... in besondere stübbich dermassen vorsichtiglich einschlieszen lassen W. Spangenberg glückshafen v. 515. weitere belege bei Fischer schwäb. 5, 1896, ebda auch gestübich 3, 566; Diefenbach-Wülcker 869. 22) das wort hat sich heute in die mundarten zurückgezogen und ist als bezeichnung eines gröszeren hölzernen gefäszes, auch kastens, für getreide, mehl, sämereien, viehfutter, auch eingepökeltes fleisch durchaus lebendig, s. besonders Fischer schwäb. 5, 1897; Autenrieth pfälz. 137. daneben landschaftliche sonderentwicklungen: im Elsasz das spülichtfasz Martin-Lienhart 2, 571, in Tirol hölzernes gefäsz zum tragen auf dem rücken Hintner Defregg. 228; Schöpf 723. hier wie in Bayern ist stübich auch verschlag in einer stube, alkoven Zaupser 75; Schmeller 2, 721, vgl. stüblein.
3885 Zeichen · 133 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STÜBICHstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    STÜBICH stm. fass, packfass. Augsb. str. 18. 23. 82. 126. fundgr. 1,393. Frisch 2,350. b. Schmeller 3,605. ir sult ze vi…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stübich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Stübich , des -es, plur. die -e, nur in einigen Oberdeutschen Gegenden, ein Pack- oder Schlagfaß. Die Waaren in einen St…

  3. modern
    Dialekt
    Stübichm.

    Pfälzisches Wb.

    Stübich m. : 1. 'Behälter, Gefäß, Packfaß, Korb, Glas, Holzfäßchen, Kübel', Stiebich (šdībiχ) [ FR-Carlsbg ], auch pfälz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuebich

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Zerlegung von stuebich 2 Komponenten

stub+ich

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