Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
stromen vb.
stromen , vb. , ableitung von 2 strom. im rotwelsch ' laufen, gehen, wandern ' Grolman wb. d. spitzbubenspr. (1822) 69 b ; Train cochemer loschen 123 a ; Avé-Lallemant 4, 612 . so in litterarischer gaunersprachenpoesie: habet viel gallen ( stadt ) und manches gefahr ( dorf ) emsig durchstromt bey paszgehender schaar ( fuszvolk ) W. Scherffer geist- u. weltl. ged. (1652) 1, 421, 4 . schon früh allgemein in maa. und umgangssprache mit charakteristischem bedeutungswandel übernommen: ' in der art von stromern, landstreichern gehen ', d. h. ' sich herumtreiben, umherschweifen, planlos herumbummeln …