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strömling

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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1

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strömling m.

Bd. 20, Sp. 64
strömling, m. 1) clupea harengus (minor); heringsart. nicht zu 1strom 'strömung', sondern ableitung von stram (s. d.), strom 'streifen' wegen des breiten dunklen längsstreifens auf dem rücken (vgl. 1strömer, sp. 60), mit dem germ. suffix für subst. der abstammung -ilinga, wie jüngling, gründling, stichling, sperling (s. Kluge nomin. stammbildungslehre3 § 85; vgl. zfdw 4, 161—209). ndl. stroom(e)ling; norw. strømming; schwed. strömming; danach wohl die nebenform ströming. eine art kleiner heringe, ohne scharfe scheidung von diesem; in der Ostsee mit ausnahme ihres südwestzipfels häufig. daher ist das vorkommen des worts auf das baltische deutsch und östliche nd. längs der küste beschränkt, dort aber seit alters bis zur gegenwart geläufig: in der ma.: Sallmann dt. ma. in Estland 85a; Hupel id. v. Liv- u. Estland (1795) 230; Gutzeit dt. spr. Livlands 1, 515a; Hennig preusz. wb. (1785) 267; Frischbier preusz. wb. 2, 382b; Fischer ma. d. Samlandes 88a; Gilow de diere 619b; in der hochsprache, stets pluralisch: Micrälius altes Pommerland (1640) 6, 386; J. G. Scheller reisebeschr. nach Lappland 36; auch gab es in der menge strömling' und lachsen, als wanns' auf denen bäumern täten wachsen Stranitzky lust. reis-beschr. 12, 33 Werner; die schwächeren nordlichter ... sind vielleicht der widerschein von den zügen der strömlinge in der Ostsee v. Schubert verm. schr. 4, 241; von der kurländischen küste bei Th. H. Pantenius im gottesländchen 19. sie gelten als minderwerthig: die strömlinge, die in groszer menge an den preuszischen küsten gefangen werden, sind eine wahre, obwohl schlechtere gattung von heringen allg. dt. bibl. 64, 131, und dienen als (nicht besonders geschätztes) viehfutter: ihr vieh bringen sie (bewohner einer insel im Finnischen Meerbusen) im winter mit den gedärmen der strömlinge durch ebd. 73, 277; ich glaube nur, sie füttern strömlinge mit bei. dann schmeckt der speck (der schweine) nicht gut! Ilse Faber silberne kugel (1930) 86. daher in der zeit des durch den dreiszigjährigen krieg hervorgerufenen Schwedenhasses als lieblingsnahrung der Schweden hingestellt, um sie verächtlich zu machen: Schupp s. th. 5, 15 unter kackenbrö; der vielfräszige und schwindsüchtige Schwede zog, nach deme er ... der schwedischen strömlinge überdrüssig geworden, herumb auf der mauserei, und kam auch in Teutschland schwed. viel-frasz [] oder Rossomalza (1658) 5. darum war damals die kenntnis des wortes wohl auch weiter verbreitet.compp.: strömlingsfang Krünitz s.-mücke; übertragen: ihr frohen hochzeitgäste, ... bald sollt ihr kommen auch auf meinen strömlingsfang Fleming dt. gedichte ('livländische schneegräfin' 1636) 1, 100 lit.-ver. 82;
2712 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strömling

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Strömling , des -es, plur. die -e, eine Art kleiner Heringe, welche häufig in dem Bothnischen Meerbusen gefangen und…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Strömling

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Strömling , s. Hering , S. 208.

  3. modern
    Dialekt
    Strömlingm.

    Mecklenburgisches Wb.

    Wossidia Strömling m. Ukelei, alburnus alburnus Arch. N. F. 9, 76; Syn. Witick, Witing.

  4. Sprichwörter
    Strömling

    Wander (Sprichwörter)

    Strömling 1. Die, welche die Strömlinge fangen, essen sie nicht. ( Lettland. ) 2. Es ist kein Strömling so klein, er häl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stroemling

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von stroemling

stroem + -ling

stroemling leitet sich vom Lemma stroem ab mit Suffix -ling.

stroemling‑ als Erstglied (1 von 1)

strömlingmücke

DWB

stroemling·muecke

-mücke : eine art mücken ... die dortigen bauern ( auf einer insel im Finnischen Meerbusen ) nennen sie ströhmlings-mücken, und ihre sammlun…