Eintrag · Rheinisches Wb.
- Anchors
- 1 in 1 Wb.
- Sprachstufen
- 1 von 16
- Verweise rein
- 4
- Verweise raus
- 3
Strick IV das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -i- Sg. u. Pl.; Mosfrk -i-, –e- (WSaarbg, Trier, WBitb -ø-) [die Entwicklung > -a-, –ǫ- usf. ist selten] Sg. u. Pl.; Siegld -ek, Pl. -egə; Rip -e- [RRip u. Westerw häufiger --, –ǫ-, –ę-] Sg. u. Pl., daneben auch -kə, –kər; Berg -i-, –e-, Pl. -kən; sonst Nfrk -ek, Pl. -kə u. -kər [Mörs -ek, Pl. -kə f.]; Demin. -ekχə(n), meist -kəlχə(n), –kskə, m.: 1.a. kurzes, dünnes Seil, etwa zum Anbinden von Tieren, zum Verschnüren grösserer Pakete, als Leitseil beim Zugtier, eine Schlinge in einer Kordel, im Seil; Strick am Galgen, des Selbstmörders. Dat Kälfchen an en Str. bengen (binden); Kalwerstr.; de Kuh an en Str. duhn un op de Weh ledden (Weide leiten); Kühstr.; de Hongd es am Str. faste; en Str. öm den Pöngel (de Kiste) duhn (bengen); de Kord en en Str. bengen; en Str. üəver de Kar schmiten un faste bengen Gummb, Allg.; Str. sprengen (huppen) Seilchenspringen der Mädchen Wermelsk, Verbr. RA.: Voll ewei (wie) e Str. sehr bezecht Saarbg-Winchering. Wenn all Str. reisse im Notfall Siegld, auch verbr. in der Umgangsspr.; un wann och alle Str. rīsse, ne gode Schepper (Schiffer) kann sich neue drīsse (scheissen) scherzh. Köln-Stdt. Gott beschert de Koh, awwer nit de Str. derzo Trier. Wer nen Hungk (Hund) binge well, dä fingk bal ene Str. Köln-Stdt. De Fromme hät auk es en Kalf gestohlen un hät den Str. wiərbracht vom Scheinheiligen Ess. De hät noch kenen Str. zerressen der Faulenzer Westerw. Einem en Str. drähne (drehen) einen in Gefahr bringen, — de Str. öm de Hals dohn (trecke) ihn zu Grunde richten Rip, Verbr. Wäschde (weisst du), was dem gehert? E Str. em de Hals on ofgehongk Saarbr; de Str. is se schad, for'n ufsehänke Rhfrk, Allg.; de es den Str. nit wert tum Ophangen NBerg; den hät den Str. verdient Mörs, Allg. Kind: Gohn ech met? Vater: Wann et Höndche gehange wiərd, dann kannst dau et Streckelche drohn! Aden, Koch. Me darf di den Str. nich te langt loten dir keine zu grosse Freiheit lassen Gummb-Wiehl. Gangk Str.ə söke (suchen) met Köh dran! abschläg. Antwort MGladb. — Am Str. hänken auf Seilfahrt sein, sich auf der Fahrt in die Grube od. aus dieser befinden, in der Bergmspr. Saar. Der hät en am Str. (Streckelche) beherrscht ihn Sieg. Wem der Oss (Ochs) hüərt, de packt en am Str. OBerg. Donn net wie de Katt an der Str. als ging es ans Leben Heinsb. Die ziehe (trecke) an äm Str. handeln einträchtig Ottw, Allg. Der Verzweifelnde grippt (greift) nom Str. NBerg, Allg. Dat es auch eine, der weit der Hound te leije (leiten), dat e neit op gene Str. trett er weiss seine Sache schlau zu führen Eup-Stdt; he wesst et Schwein ze fehren, dat et nit op de Str. scheisst Bitb-Mettend. Du behangelst (behandelst) mek, äs wenn du mek vam Str. (Galgen) geschniəden hätts Elbf. Wen zum Str. (Galgen) geboren os, verseift net Prüm-Ihren. — b. Schlinge, die der Wilderer legt SNfrk, Klevld; sonst Stripp, Stropp. — c. Vogelschlinge u. der Sprenkel, in dem sie sich befindet ebd. u. OBerg, Schleid, Malm, Prüm-Mürlenb 1860 (überall veralt., da längst verboten); Erdstr. Bügel auf der Erde, Schnappstr. auf einem Zweig beim Vogelherd OBerg. RA.: Iwerall as dem Bauer e Str. gesatt droht ihm Gefahr, Misserfolg Prüm-Mürlenb 1860. Sin Str.ən te Bord setten heimlich durch Kniffe etwas zu erreichen, zu erfahren suchen Kemp, Geld. Schickele, sch., Schüre, Ömmke (Oheim) wonnt te Düre; wat deht de do? Str.ə make; wat solle de Str.ə? Vüəgele fange usf. MGladb, Mörs-Asbg. — d. Bandschleife im Haar, Schl. an der Haube, an der Brust, Schlips; et Bangk en ene Str. benge (binden); en Streckske vürhebbe; de Diər (Dirnen, Mädchen) häbbe en ehr Zöpp enen witte siə (seidenen) Str. hange Eup, SNfrk, Klevld, dazu noch Aach, Jül-Gereonsw Tetz, Geilk-Scherpenseel, Monsch-Rötgen Zweifall, Schleid-Hellenth, Waldbr-Bladersbach; sonst Schlopp. — 2. übertr. a. sachl. α. Fastnachtsgebäck, in Öl od. Fett gebacken, in strickartigen Formen Aach-Stolbg Stdt (Streckelche), Geilk-Hünshv, Grevbr-Neuenhv, Neuss-Stdt. — β. -a- Steckrübe Wittl-Schwarzenborn (Zugehörigkeit unsicher). — γ. Wagenrunge Saarbr-Lauterb. — δ. -igəlχə Vorraum zum Schweinestall Bernk-Braunebg. — b. persönl. verächtl. α. durchtriebener Junge (auch mehr scherzh. u. halb anerkennend), Nichtsnutz, Galgenstr. Allg. RA.: Je ärger Str., je grötter Glöck Sol. — β. fauler Str. Faulpelz Rhfrk, Mosfrk, Rip. Bick de Rick, b. de R., dau fauler Str.! Wachtelruf Simm-Laub.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.
-
modern
DialektStrick IV
Rheinisches Wb.
Strick IV das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -i- Sg. u. Pl.; Mosfrk -i-, –e- ( WSaarbg , Trier , WBitb -ø- ) [die Entwick…
Verweisungsnetz
5 Knoten, 7 Kanten
Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen
Filter:
Anchor 1
Kompositum 4
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit strickiv
0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen
Keine Komposita gefunden — strickiv kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.
Zitieren als…
- APA
-
Cotta, M. (2026). „strickiv". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/strickiv/rhwb?formid=S26760
- MLA
-
Cotta, Marcel. „strickiv". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/strickiv/rhwb?formid=S26760. Abgerufen 10. May 2026.
- Chicago
-
Cotta, Marcel. „strickiv". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/strickiv/rhwb?formid=S26760.
- BibTeX
-
@misc{lautwandel_strickiv_2026, author = {Cotta, Marcel}, title = {„strickiv"}, year = {2026}, howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern}, url = {https://lautwandel.de/lemma/strickiv/rhwb?formid=S26760}, urldate = {2026-05-10}, }