Eintrag · Rheinisches Wb.
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Streich, III das Wort, auf streich zurückgehend, je nach Bed. in verschiedener Verbr. Sg. u. Pl. m.: 1. Hieb, Schlag, u. zwar -E- Rhfrk [einige Enklaven mit -ai-, –ęi-]; -E- Saar, OMosfrk; -ē- WEif; -ā- Trier-Stdt, uMos. a. Hieb zur Züchtigung; äm Str. gen; Str. krieən; den hot em e ongemälliche Str. gin Mosfrk. RA.: Bei Kinner gihn kan Str. verlor, als die, wu dernewigt gihn Trier; et as schuəd (schade) fir jidde Str., den niəwelanst (nebenlängst) gäht Saarbg. De Str. grault (fürchtet) e wei et Feier Saarbg. Eich hulle alles, bluss kä Str. Zell-Briedel. — Sonst: Vill Str. mache de Stockfesch weech Eif (o. O.). Et fällt ken Ech von eenem Str.; af vill Str. fällt de Äch Mosfrk. — Vgl. auch Handstr., Verlobung Mosfrk. — b. Schlag mit dem Dreschflegel, Dreschertakt, in der Wend.: (de) Str. halle, auch bei anderen Arbeiten des Schlagens od. Stossens im Takt bleiben, z. B. de Holzhaər h. de Str.; er heit in de Str. hält den Rhythmus nicht. Dau bes jo aus dem Str. kumm Rhfrk, lrhn. Mosfrk, Malm; de moss de Str. am Steier (Obertenne) holle! so sagt man zum Anfänger Daun-Esch. RA.: Oəsseflesch (Ochsenfleisch), dat gen hart Str.; Pannkech (Pfannkuchen) däht den Boddem söchen je nach der Ernährung des Dreschers die Dreschtakte Malm. Ihrlich hält de Str. ehrlich währt am längsten Bitb, Prüm. De Str. halen ausharren Rhfrk, Mosfrk. En de Schottel (Essschüssel) kennt en de Str. besser as be beim Schaffen Koch-Lutzerath. Mach, datste de Str. net flersch (verlierst) dass du beim Essen nicht zu kurz kommst ebd. Ze Str. komme zurechtkommen, fertig werden mit einer Sache od. Person; ech sei nöt mat em ze Str. k. nicht einig geworden; wie sin er dann mit eierem neie Perd ze Str. k.? Rhfrk, Mosfrk. E kömmt of ke Str. er kommt zu nichts, findet sich nicht zurecht Trier-Fell Mehring. Er hiert kän Str. hört sehr schlecht Merz-Nunk. E pure Str. laafen schnell laufen Merz-Mondrf; s. spornstreichs — Str. halen anhalten, dauern; net Str. h., kenen Str. h. keinen Bestand haben, nicht von Dauer sein, z. B. dat Wedder hält (net) Str. Verbr. ausserh. des Gebietes 1 b in Neuw, Sieg, MülhRh, Gummb-Wiehl, Sol. — c. übertr. α. -Eχ Richtung; en as de Str. kumm aus dieser R. Saarbg-Wehing, Trier-Fell Mehring; e Str. weider eine Strecke weiter auf dem Wege Trier-Heidenbg; hen os en Str. wegger fort Prüm-Steffeln. — β. Zeitspanne; he es en lange Str. krank gewest; em de Str. um diese Zeit, wenn diese vorher angegeben wurde, z. B. emen zwo? Jo, em de Str. Siegld, Westerw; dann hält et noch en Str.; en Str. fort sen Sieg-Süchterschd Eudenb; allen Str. jeden Augenblick; of den Str. im Augenblick Saarl-Berus. — 2. -E- [-ai-], -ā-, –ē-, –ēk mutwillige Handlung, Schabernack, Nichtsnutzigkeit, verächtl. also ein böser Str., halb anerkennend, ein lustiger Str.; de Jonge mache vill Str.; enem ene Str. spille; enem ene schlemme (schlechte, gemeene, domme, eselige) Str. spille Rip, Allg., — backe Klevld, Kemp-Lobberich, — lappe Emmerich; en labbige Str. Aden-Bodenb; ennen fahlen Str. Mörs; en kahle Str. Rees-Ringenbg; en achterbackse, achterröckse Str. Klevld; ene kalvinische Str. Grevbr, MGladb; ene Gecke-, Schorke-, Halunkestr. Rip, Allg. Pälzer Str. Simm; kölsche (kölnische) Str. harmloser Str. Geld. RA.: Dä hät Str. feel Rip, SNfrk, — drop Kemp, Mörs, — de Kopp voll Str. Rip, Allg., — sett voll luppege (quoj) Str. Klevld, — voll Str. wie en Bock voll Köttele Duisb. He hät fine Knep (Kniffe) on growe Strek seine Taten entsprechen nicht den Worten Mörs. Kromm Hör (Haare), kr. Str. Geld-Kevelaer. Gott vergef mir de Sönd on de Str. Rees. Ene Foss (Fuchs) flüs (verliert) de Hor, ävver net de Str. Heinsb, Nfrk. — [Die snfrk. Form -īək, –ē- und die klevld., nberg. Form -ēk (-ei-, –ęi-, –ī(ə)) u. die von MülhRuhr -īkən Pl. entspr. lautl. der Form von Strich, es ist also in diesen Geb. anscheinend eine Einlautung des aus dem Nhd. stammenden Wortes erfolgt, wie auch beim oberg. -ēχ nördl. der Benr. L.].
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DialektStreich, III
Rheinisches Wb.
Streich, III das Wort, auf streich zurückgehend, je nach Bed. in verschiedener Verbr. Sg. u. Pl. m.: 1. Hieb, Schlag, u.…
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Cotta, M. (2026). „streichiii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/streichiii/rhwb?formid=S26441
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Cotta, Marcel. „streichiii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/streichiii/rhwb?formid=S26441. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „streichiii". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/streichiii/rhwb?formid=S26441.
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