streckwalze,
f. ,
walze, die zum strecken (E 1 und A 2 a
β γγ)
eines materials dient. 11)
bei der metallverarbeitung teil des streckwerk
s (
s. dort unter 1 a;
zu strecken E 1 c): streckwalzen
die walzen in einem streckwerke, zwischen welchen die silberzaine gestrecket
oder gewalzet werden Adelung 4 (1780) 811;
s. auch Jacobsson
technolog. wb. 4 (1784) 313
b; Campe 4 (1810) 702
a; Krünitz
oec. encycl. 175 (1840) 535; Muspratt
chemie 2 (1889) 1106; 7 (1900) 333; das walzen des geschmiedeten zains (
in der goldschlägerei) geschieht mittelst eines kleinen walzwerks ...; die walzen, welche vor jedem neuen durchgange des metalls mittelst ihrer stellschrauben näher an einander gestellt werden, sind von guszstahl, gehärtet und fein polirt Prechtl
technolog. encycl. 7 (1836) 171; bei anfertigung von draht von 4½ mm stärke geht der (
zu streckende) kolben durch 11 kaliber der streck- oder vorwalzen Muspratt
chemie 2 (1889) 1417;
übertragen: solche götterworte legte er förmlich unter streckwalzen und quetschte sie zu ewigkeitsdraht
F. Kürnberger
d. Amerikamüde 450
Reclam; vereinzelt auch als bezeichnung des ganzen walzwerks: die walzwerke haben ihre benennung von dem zwecke, zu welchem sie dienen, und heissen plattierwalzen, drahtwalzen, feineisen-, streck- oder stabeisen-walzen Scheuchenstuel
id. d. österr. berg- u. hüttenspr. (1856) 258. 22)
bei der guttaperchaherstellung teil des streckapparates (
s. dort): beim auswalzen der guttapercha bedient man sich ... eines streckapparates, der durch zwei über einander befindliche polirte stahlwalzen und eine unter der unteren walze befindliche polirte stahlplatte gebildet wird ...; die streckwalzen lassen sich durch schrauben enger oder weiter stellen, so dasz man mit derselben maschine die stärksten, zu treibriemen u. dergl. bestimmten platten und die feinsten blätter herstellen kann Muspratt
chemie 4 (1893) 1129. 33)
in der spinnerei teil der streckmaschine (
s. dort unter 1)
bzw. strecke D 3;
zu strecken A 2 a
β γγ: es musz ... dem spinnen noch eine operation vorausgehen, welche die möglichst gleiche lage aller baumwollfasern in den bändern (
s. o. streckband 1) herbeiführt; das dupliren und strecken erfüllt diese absicht ...; das mittel dazu sind streckwalzen Prechtl
technolog. encycl. 1 (1830) 535;
vgl. auch ebda 23 (1861) 129; die stärke des fadens richtet sich nach dem unterschied in der geschwindigkeit der ersten presswalzen und der letzten ... streckwalzen Schedel
waarenlex. (1834) 2, 707;
vgl. auch Krünitz
oec. encycl. 175 (1840) 535; Herfort
warenlex. (1856) 54; Karmarsch-Heeren
techn. wb. 1 (1876) 333; 3 (1878) 538; Hoyer-Kreuter
technolog. wb. 1 (1902) 741.