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Strandläufer

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Strandläufer

Bd. 19, Sp. 93
Strandläufer (Tringa L.), Gattung der Watvögel aus der Familie der Schnepfen (Scolopacidae), Vögel mit geradem, selten über kopflangem, an der Spitze verdicktem und verbreitertem und nur an den Rändern der Oberschnabelspitze hornigem Schnabel, mittellangen, spitzen Flügeln, kurzem. abgerundetem Schwanz, kurzen, dicken Füßen und kurzen, stark gekrümmten Krallen. Die S. leben in den nordischen Gegenden der Alten und Neuen Welt an Gewässern, in deren Uferschlamm sie ihre Nahrung suchen; im Winter und Frühling wandern sie, meist den Küsten entlang, in Scharen, nur selten geraten sie ins Binnenland. Alle haben im Sommer ein anders gefärbtes Gefieder als im Winter. Der Roststrandläufer (Kanutsvogel, T. canutus L.), 25 cm lang, im Sommer oberseits schwarz mit rostroten Flecken, weißlichen Federspitzen mit rostgelben Federsäumen, unterseits dunkel braunrot, im Winter oberseits aschblau, unterseits weiß, an der Unterkehle dunkel gefleckt, bewohnt den hohen Norden und erscheint im April und Mai und vom August bis Oktober an der Küste der Nord- und Ostsee, nistet aber nur im hohen Norden. Er ist sehr beweglich, fliegt und schwimmt gut, besitzt eine laute, pfeifende Stimme und nährt sich von allerlei Kleingetier. Im Winter geht er bis Südafrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika. Der Zwergstrandläufer (Raßler, T. minuta Leisl.), 14 cm lang, im Sommer oberseits schwarz mit rostroten Federkanten, an der Oberbrust hell rostfarben, sein braun gefleckt, unterseits weiß, im Winter oberseits dunkel aschgrau, braunschwarz gestrichelt, bewohnt den hohen Norden, auch Alaska, erscheint bei uns im April und September an den Küsten, fetten im Binnenland, und geht im Winter bis Südafrika, Indien, Australien. Er nistet in den Tundren Europas und Asiens. Seine Eier (s. Tafel »Eier II«, Fig. 17) sind trüb gelblichgrau bis ölgrün, aschgrau und dunkelbraun gefleckt. Der Alpenstrandläufer (Meerlerche, T. alpina L.). 15–18 cm lang, im Sommer oberseits rotbraun, schwarz gefleckt, unterseits weiß mit schwarzen Schaftstrichen, an Unterbrust und Vorderbauch schwarz, im Winter oberseits aschgrau, unterseits weißlich, bewohnt den hohen Norden, erscheint bei uns im April und Mai und im September und Oktober, geht im Winter bis Indien und Nordafrika, überwintert aber zum Teil an den Küsten. Er nistet an sandigen oder feuchten Stellen in der Regel nicht weit vom Meer auf dem Boden; die vier schmutzig ölfarbenen, dunkel ölbraun gefleckten Eier (s. Tafel »Eier II«, Fig. 19) werden vom Weibchen allein ausgebrütet. Das Fleisch des Alpenstrandläufers ist sehr schmackhaft, und er wird daher auf den Schnepfenherden erlegt oder gefangen.
2662 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strandläufer

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Strandläufer , des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Sandläufer .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Strandläufer

    Goethe-Wörterbuch

    Strandläufer [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Strandläufer

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Strandläufer ( Tringa L .), Gattung der Watvögel aus der Familie der Schnepfen ( Scolopacidae ), Vögel mit geradem, selt…

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Wortbildung

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Zerlegung von strandlaeufer 2 Komponenten

strand+laeufer

strandlaeufer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

strandlaeufer‑ als Erstglied (1 von 1)

strandläuferlein

DWB

strandlaeufer·lein

strandläuferlein , n. , zu strandläufer 1: actitis hypoleucos Naumann naturgesch. d. vögel (1822) 8, 7 ; ins schwäb. gelangt: strandläuferle…